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NEUKIRCHEN. Raphael Hofinger (ÖVP) ist seit fast vier Jahren Bürgermeister der Gemeinde Neukirchen. Im Tips-Interview spricht er über seine Erfahrungen im Amt sowie über anstehende Projekte.

Neukirchens Bürgermeister Raphael Hofinger spricht über die Pläne der Gemeinde. (Foto: OÖVP)
Neukirchens Bürgermeister Raphael Hofinger spricht über die Pläne der Gemeinde. (Foto: OÖVP)

Tips: Sie sind nun das vierte Jahr Bürgermeister. Was ist Ihr Resümee über diese Zeit?

Raphael Hofinger: Bürgermeister zu sein, bedeutet 24/7 mit voller Kraft für die Bevölkerung und Gemeinde da zu sein. Freizeit gibt es kaum, da auch beim Spaziergang oder Einkauf die Menschen auf einen zugehen, etwas wissen wollen oder über etwaige Probleme berichten. Man steht in aller Öffentlichkeit, wo das Privatleben manchmal auch zu kurz kommt.

Tips: Welche Errungenschaften gab es in den letzten vier Jahren? Worauf sind Sie besonders stolz?

Hofinger:Zweifelsohne der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes. Vor sechs Jahren haben wir begonnen, Interessensbekundungen zu sammeln. Weiters gab es zahlreiche Gespräche mit Projektanten, Baufirmen sowie mit der Breitband OÖ. Durch die guten Kontakte zu Entscheidungsträgern, ein wenig Glück bei der Abholung von Fördermitteln durch die Breitbandmilliarde des Bundes, konnten wir vor drei Jahren außerhalb des Ortskernes zu jedem Haus das Glasfasernetz verlegen. Heuer beginnen wir mit dem Marktbereich. Weiters ging mit November letzten Jahres der Zubau einer weiteren Kindergartengruppe sowie einer Krabbelstube in Betrieb. Gemeinsam mit der Gemeinde Eschenau betreuen wir nun fünf Kindergartengruppen sowie eine Krabbelstube.

Tips: Was gefällt Ihnen persönlich an Neukirchen am besten?

Hofinger: Die ländliche Struktur sowie Gemütlichkeit der Menschen.

Tips: Welche Projekte stehen in nächster Zeit an?

Hofinger: Die To-Do-Liste wäre lang. Von Straßensanierungen bis hin zur Ortskernbelebung. Hier macht uns jedoch das liebe Geld einen Strich durch die Rechnung. Der Finanzausgleich wird immer schwieriger, dadurch müssen sich leider manche Projekte gedulden.

Tips: In vielen Gemeinden ist zurzeit „Energie“ ein großes Thema. Wie sieht es da in Neukirchen aus?

Hofinger: Seit Beginn meiner Amtszeit setze ich auf Nachhaltigkeit. Ein Meilenstein ist die neue Photovoltaikanlage am Dach unseres Naturbades „Woody`s“. Seit Ende März liefern 47 Kilowatt Peak Strom für die Anlage, welche nun beinahe autark läuft. Geplant ist ebenso eine öffentliche Stromtankstelle im Ortsbereich.


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