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BAD SCHALLERBACH. Die Erneuerbare Energiegemeinschaft (EEG) Bad Schallerbach hat gut zwei Jahre nach ihrer Gründung bereits über 100 Mitglieder. Damals hat man eine Energie-Offensive in der Gemeinde gestartet.

  1 / 4   Dominik Kreuzmayr, Stefan Unterhuber, Bürgermeister Markus Brandlmayr (Geschäftsführer), Stefan Waldenberger, Matthias Pöttinger, Sabine Peschek (v.l.) (Foto: Sophia Hartsch – bunterpixel Fotografie)

Gemeindebürger, die Mitglieder der EEG sind, profitieren mehrfach. Sie beziehen Strom zu einem Preis von 14 Cent pro Kilowattstunde. Zusätzlich sind für den bezogenen EEG-Strom die Begleitkosten wie Netztarif sowie Steuern und Abgaben reduziert. Der „Schallerbach-Strom“ wird ausschließlich mit den gemeindeeigenen Photovoltaikanlagen produziert.

Die drei großen Anlagen befinden sich auf dem Vitadrom, auf dem Dach der Feuerwehr sowie auf dem Kindergarten. Zwei weitere kleinere stehen auf dem Schul- und Dienstleistungszentrum der Gemeinde. Finanziert wurden diese Anlagen durch ein Beteiligungsmodell, bei dem Bürger den Bau der Anlagen als Investoren unterstützten.

Mitglieder behalten ihren bestehenden Stromvertrag, die EEG kommt aber als zusätzlicher Stromlieferant hinzu und verringert die Stromkosten. Mit einem einfachen Online-Formular, das auf der Gemeinde-Homepage zur Verfügung steht, ist es möglich, eine Mitgliedschaft zu beantragen.

Ausbau geplant

„Unsere Heimatgemeinde braucht Lösungen, um unabhängiger von externen Energiequellen zu werden. Die EEG ist auf diesem Weg ein Meilenstein: Bereits über 100 Mitglieder profitieren vom „Bad-Schallerbach-Strom“. Im Durchschnitt decken die Mitglieder ihren Strombedarf zu einem Drittel durch die EEG ab. Durch einen optimierten Einsatz von Haushaltsgeräten sind sogar über 50 Prozent möglich“, erklärt Bürgermeister Markus Brandlmayr.

In weiteren Schritten wird die EEG in intelligente Speicherlösungen investieren und private Photovoltaikanlagen mit ins System aufnehmen. Zukunftsvision ist, sämtlichen in Bad Schallerbach erzeugten Photovoltaikstrom in Bad Schallerbach zu verbrauchen.


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