Grünauer baute Naturschutzpreis zum Teil an der Vakuumpresse
GRÜNAU. Vor wenigen Wochen wurde erstmals der oö. Naturschutzpreis Philyra vergeben. Was nur wenige wissen: Die Trophäe stammt von einem Almtaler Künstler.

Eine vergoldete Frauenfigur aus Metall, deren Arme in Zweige übergehen, umrahmt von Bögen aus Lindenholz: So sieht die „Philyra“-Statuette aus: Mit ihr werden Leistungen ausgezeichnet, die erfolgreich Aufmerksamkeit und Bewusstsein für Naturschutz schaffen.Der „Vater“ der eindrucksvollen Trophäe ist Johannes Löberbauer, auch bekannt als „Giovi“. In sein Projekt hat der Künstler viel Herzblut und unzählige Arbeitsstunden investiert: „Die Vorgabe war, Metall und Lindenholz zu verwenden – und natürlich gab es auch einen Kostenrahmen.“ Als Ausgangspunkt für den Entwurf diente die griechische Nymphe Pilyra, nach der der Preis benannt ist. Sie verwandelte sich der Sage nach in eine Linde und symbolisiert damit die Verschmelzung von Mensch und Natur.Snowboardbauer half beim StatuettenbauNachdem Löberbauers Entwurf von der Jury angenommen wurde, folgten zahlreiche, auch technische, Herausforderungen – und ungewöhnliche Allianzen: So arbeitete der Künstler für die fachgerechte Biegung der Lindenfurnier-Streifen, die die Figur umschließen, unter anderem mit einem Snowbardbauer zusammen. Dessen Vakuum-Presse erwies sich als ideal, um die dünnen Holzstreifen in die Form einzupressen. Es kamen aber auch Lasercuts mit Präzisionsmaschinen zum Einsatz, Löberbauer experimentierte mit Klebstoffen und Vergoldungen.
Das Ergebnis, die „Goldene Philyra“ wurde von Landesrat Manfred Haimbuchner in den Kategorien Journalismus, Social Media und Wirtschaft vergeben und kam auch bei den Preisträgern gut an: „Sie haben die Statue gar nicht mehr aus der Hand gegeben – das hat mich schon sehr gefreut.“


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