„Inkoba ist wichtig für Gschwandt und für die gesamte Region“
GSCHWANDT. Bürgermeister Fritz Steindl sprach mit den Tips über aktuelle Themen in seiner Gemeinde – von aktuellen Betriebseröffnungen bis zum „gut gefüllten“ Kindergarten.

Tips: Viele Diskussionen werden derzeit rund um Inkoba und geplante Betriebsansiedlungen an der Ostumfahrung geführt. Wie ist hier der aktuelle Stand?
Bürgermeister Fritz Steindl: Es war sehr wichtig für Gschwandt, dass wir uns entschlossen haben, Inkoba beizutreten – ich war an der Entstehung auch maßgeblich beteiligt. Inkoba ist aber auch wichtig für die gesamte Region: Wir brauchen produzierende Betriebe, damit wir einen gesunden Mix haben. Leider stehen derzeit die Chancen für eine Ansiedlung von Ideal und Fural eher schlecht, hauptsächlich aufgrund noch ausstehender Genehmigungen. In den kommenden Tagen sind dazu weitere Gespräche geplant.
Wir dürfen uns aber auch abseits davon über eine ganze Reihe von Betriebseröffnungen freuen: Im Pammer-Betriebsgebäude haben sich eine Physiotherapeutin und ein Zahntechniker angesiedelt. Gemeinsam mit den vielen gut besuchten Gesundheitsvorträgen und auch dem Urkornstüberl ist Gschwandt schon fast dabei, ein „Gesundheitsmekka“ zu werden. Und selbstverständlich ist auch das Autohaus Windischbauer eine Bereicherung für das Gewerbegebiet Münzfeld.
Tips: Im Münzfeld gab es letztes Jahr Bemühungen, die „abgeschaffte“ Bushaltestelle wieder neu zu beleben. Dies scheint nun zu gelingen.
Steindl: Ab dieser Woche bleibt der Gmundner Citybus, wie von vielen Anrainern gewünscht, im Bereich Münzfeld stehen. Das gilt vorerst einmal bis 2018, wenn die Traunbrücke in Gmunden wieder völlig geöffnet ist. Ob die Haltestelle dann im neuen Fahrplan noch enthalten ist, wird auch von der Frequenz abhängen, mit der die Haltestelle genutzt wird.
Verbesserungen gibt es auch auf der Radwegstrecke von Vorchdorf nach Gmunden, die teils über bestehende Güterwege, teils entlang der Bahnstrecke führt: Letzte Woche wurde die Strecke von Hilling bis Unterm Wald asphaltiert, insgesamt wird ein Großteil des Radweges heuer noch befahrbar.
Tips: Gschwandt ist auch ein wichtiges Zuzugsgebiet. Wird hier in nächster Zeit neuer Wohnraum geschaffen?
Steindl: Das örtliche Entwicklungskonzept ist gerade fertig geworden, momentan machen wir die Bebauungspläne. Die OÖ Wohnbau errichtet ein Doppelhausprojekt in Steig mit 24 Einheiten, zudem werden einige Siedlungen erweitert. Es ziehen vor allem viele junge Familien nach Gschwandt, wodurch dann Kindergarten und Volksschule gut „gefüllt“ sind.
Tips: Sind hier in nächster Zeit Platzprobleme zu erwarten?
Steindl: Wir sind beim Kindergartenangebot im vorderen Feld: mit vier Kindergartengruppen, einer alterserweiterten Gruppe und einer Krabbelstube. Trotzdem wird – auch durch den Zuzug – der Platz langsam knapp, vielleicht brauchen wir einmal eine zweite Krabbelstube.
Im Kindergarten wird sehr gut gearbeitet, ebenso in der Volksschule: Zum Beispiel hat sich der Volksschulchor erst kürzlich für das Bundesjugendsingen qualifiziert. Ich war selbst dabei und habe gesehen, was für ein Auftreten und was für eine Freude man da bei den Kinder spüren kann. Die lernen wirklich etwas fürs Leben. Und auch beim vom Jugendrotkreuz organisierten Helfi-Wettbewerb gab es Erfolge: Nach dem Sieg beim Bezirksbewerb dürfen zwei Gruppen zum Landesentscheid nach Wels fahren. Viel Einsatz ist auch beim Elternverein spürbar: In Zusammenarbeit mit der Gemeinde bekommt der Spielplatz bei der Volksschule in Kürze eine lang gewünschte asphaltierte Rundstrecke für Kinderfahrzeuge.


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