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GUNSKIRCHEN. Die Arbeiten haben schon Anfang Mai begonnen, bis zum November möchte man fertig sein – die Pfarrkirche der Gemeinde wird gerade von Grund auf renoviert und teilweise sogar neu gestaltet.

Ein sehr seltener Anblick: eine fast komplett ausgeräumte Kirche. Foto: G. Paltinger
  1 / 4   Ein sehr seltener Anblick: eine fast komplett ausgeräumte Kirche. Foto: G. Paltinger

Etwa Halbzeit hat man jetzt bei der Innenraumrenovierung der dem Heiligen Martin geweihten spätgotischen Pfarrkirche. Mit dem Verlauf der bisherigen Arbeiten zeigt sich Heinz Schubert zufrieden. Der Stellvertreter des Pfarrgemeinderats-Obmanns ist Leiter eines Arbeitskreises und für die Koordination der Arbeiten zuständig: „Bisher sind wir im Zeitplan, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, können wir zum Patrozinium am 11. November die Kirche einweihen“, berichtet er. Aber immerhin wurden bisher ja auch schon über 1000 Arbeitsstunden geleistet.

Sanierung und Gestaltung

Es wurden alle Räume komplett ausgeräumt, die historischen Bänke wurden abgebaut und zum Restaurator gebracht, die historischen Bodenfliesen und der Boden im Presbyterium wurden herausgelöst, die Holzpodeste und der Ziegelboden wurden entfernt. Da kein Untergrund vorhanden war, mussten 60 Zentimeter ausgegraben werden, ein Schotterbett eingebracht und ein tragfähiger Unterbeton erstellt werden. Im unteren Bereich musste der Verputz abgenommen werden. Mitte Juni war der Höhepunkt der „Zerstörung“ erreicht, von da an ging es wieder bergauf, blickt Schubert zurück. Die Elektroinstallationen wurden durchgeführt, die Wände konnten verputzt werden und auch die Malerarbeiten sind erledigt. Trotzdem hat man noch viel vor sich. Die nächsten Schritte sind der Aufbau eines Bodens (Estrich, Terrazzoboden, Fliesen). Dann können die Bänke rein. Zum Teil werden die historischen Bänke wiederverwendet, die restauriert und überarbeitet wurden (breitere Sitzfläche). In der Mitte der Kirche soll ein neuer Feierteil mit neuen Bänken entstehen. Es kommt ein neuer Volksaltar, der gegenüber seiner ursprünglichen Position etwas nach vorne gerückt wird. Auch der Hochaltar wird noch komplett restauriert.

Mehrere Jahre Planung

Die Kirchenrenovierung war notwendig geworden, nachdem der Innenraum nicht mehr ansehnlich und auch die Elektroinstallationen veraltet waren. Angedacht hat man eine Renovierung schon 2004, hat die Pläne aber wieder zur Seite gelegt. 2013 machte man dann Nägel mit Köpfen, hat die Planungen intensiviert und holte schließlich auch die Künstler Elisabeth Kramer und Simon Hipfl ins Boot.

Finanziert wird das Projekt von der Diözese, der Pfarre, der Gemeinde, dem Land und durch Spenden. Die Kostenschätzung beläuft sich auf 762.000 Euro.

Die letzte große Kirchenrenovierung, bei der auch gestalterisch etwas verändert wurde, war 1962. Zum letzten Mal ausgemalt wurde 1990. 2010 hat man den Kirchturm saniert.

Fest zum Patrozinium

Am Samstag, 11. November, dem Patrozinium der Pfarrkirche (Heiliger Martin), sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann will man die Altarweihe feiern. Es gibt eine Festmesse und ein gemütliches Beisammensein im Veranstaltungszentrum.


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