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GUTAU/BEZIRK. So stark wie noch nie sind regionale Produkte derzeit in Handel und Gastronomie gefordert. Bäuerliche und gewerbliche Produzenten liefern Erzeugnisse mit hohem Qualitätsanspruch. An deren Verteilung hapert es allerdings noch. Doch das soll sich, geht es nach Landwirtschafts- (LWK)und Wirtschaftskammer (WK), schleunigst ändern.

  1 / 2   Martin Miesenberger (l.) und Rupert Wiesinger (r.) überrreichten Christa und Thomas Seyr aus Gutau die Kernland-Qualitätstafel für ihren Bio-Seminarhof. Foto: Greindl

„Die Messe „Regional ist genial“im ABZ Hagenberg war der Startschuss dafür, die hochwertigen Produkte aus der Region mit Abnehmern wie zum Beispiel den Wirten zusammenzubringen“, sagt WK-Obfrau Gabi Lackner-Strauss. „Unsere regionalen Anbieter sollen eine Chance bekommen, und zwar unabhängig von der Produktionsmenge. Ihre Erzeugnisse sind vielleicht ein bisschen teurer, aber weit hochwertiger als Produkte, die von weit her importiert werden.“

Wirte überrascht von Vielfalt

Viele Wirte seien überrascht gewesen, wie vielfältig die Palette der Erzeugnisse aus der Region ist. Dem kann Bezirksbauernkammerobmann Josef Mühlbachler nur zustimmen: „Die Bauern produzieren alles von der Aroniabeere bis zum Ziegenkäse. Unsere Direktvermarkter sollen mehr Wertschöpfung durch Veredelung erzielen können.“ Und Lackner-Strauss nennt dafür ein ehrgeiziges Ziel: „Wir wollen mit unseren Produkten aus den Top-Leader-Regionen Mühlviertler Alm und Kernland so bekannt werden wie die Toskana.“ Einen Beitrag dazu soll eine neue Bestellplattform für Gastronomie und Großküchen leisten, an der derzeit bereits gearbeitet wird.

Kernlandpunkt steht für Qualität

Für die Konsumenten gibt es schon jetzt ein Erkennungszeichen für regionale Erzeugnisse im Supermarkt-Regal. Der Kernland-Qualitätspunkt kennzeichnet qualitativ hochwertige Produkte aus der Region. Damit ein Erzeuger seine Ware mit dem Punkt kennzeichnen darf, muss er mehrere Qualitätskriterien erfüllen“, informiert Rupert Wiesinger, Obmann der Mühlviertler Kernlandbauern. 70 Prozent der Direktvermarkter erfüllen diese Voraussetzungen bereits jetzt. „Zur Zeit gibt es rund 30 Betriebe, die den Mühlviertler Kernlandpunkt verwenden und etwa 25 Betriebe und Gasthäuser, die mit der Mühlviertler Kernlandtafel ausgezeichnet wurden“, sagt Wiesinger. Zu letzteren gehört seit kurzem auch der Seminarhof Seyr in Schöferhof, Gemeinde Gutau. Christa und Thomas Seyr haben ihren Biohof zu einem optimalen Veranstaltungsort für Feiern, Tagungen und Seminare ausgebaut.  


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