Chansons: Christian Lugmayr und Freunde live auf der Bühne des Theatersommers
STADT HAAG. Der Liedermacher Christian Lugmayr wird gemeinsam mit Freunden seine Dialekt-Chansons vor großem Publikum präsentieren. Seine heiter-ironischen Lieder mit Tiefgang sind es wert, genauer hinzuhören.

STADT HAAG. Der Liedermacher Christian Lugmayr wird gemeinsam mit Freunden seine Dialekt-Chansons vor großem Publikum präsentieren. Seine heiter-ironischen Lieder mit Tiefgang sind es wert, genauer hinzuhören.
Christian Lugmayr lernte schon als kleiner Bub Klarinette und Fagott. Im Alter von acht Jahren spielte er im Jugendblasorchester und in Klassik-Formationen der Musikschule Haag. „Die Klassik hat eine große Rolle für mich gespielt. Dadurch weiß ich, worauf es in der Musik ankommt.“
Beatles Complete und Peter Burschs Gitarrenbuch
Im Teenager-Alter wollte Lugmayr auch Gitarre lernen. Allerdings wurde in der Musikschule nur klassische Gitarre angeboten. Zu der Zeit kam das Liederbuch „Beatles Complete“ heraus, wo es zu allen Liedern die Gitarrengriffe mit Griffbildern gab. So lernte Lugmayr seine ersten Griffe auf der Gitarre. „Gemeinsam mit Rocky (Martin Rockenschaub, Anm.) habe ich die Beatles rauf und runter gespielt“, erklärt Lugmayr. Dann kam Peter Burschs Gitarrenbuch auf den Markt. Lugmayr: „Das hat jeder gehabt, der Gitarre spielte.“ So lernte Lugmayr Gitarre spielen vor allem im Selbststudium, später nahm er auch Unterricht.
„Mich haben immer Liedermacher interessiert: Herman van Veen, Hannes Wader, Reinhard Mey und ähnliche“, erklärt Lugmayr, der bald anfängt, eigene Lieder zu schreiben.
Erstes Konzert als Liedermacher
„Geschrieben habe ich immer schon und auch einige Literaturabende gestaltet“, erklärt Lugmayr. Doch sein erstes „richtiges“ Konzert als Liedermacher gab er im April 2011 im Haager Theaterkeller, gemeinsam mit seinem Sohn Andreas an der E-Gitarre und Theresa Adlberger an der Geige. „Damals war ich nicht sicher, ob den Leuten meine Musik überhaupt gefällt. Ich hatte bis dahin zwar schon ein paar Mal in kleinerem Rahmen meine Lieder gespielt aber noch kein abendfüllendes Konzert“, so Lugmayr. Das Konzert kam schließlich so gut an, dass es sogar wiederholt werden musste.
Alltagsgeschichten mit Humor und Tiefgang
Nach wie vor schreibt Lugmayr Lieder, in denen er Alltagsgeschichten mit Humor und Tiefgang versieht. Da geht es unter anderem um kleinere und größere menschliche Schwächen, die Leiden eines Häuslbauers oder dem Wunsch, als Tier wiedergeboren zu werden. Zu letzterem hat Lugmayrs Kater „Elvis“ den Ausschlag gegeben. Lugmayr: „Einmal war ich voll im Stress und wusste nicht, wo mir der Kopf steht. Dann habe ich meinen Kater gesehen, der in aller Ruhe am Sofa gelegen ist. Er ist kurz aufgestanden, hat sich genussvoll gestreckt und hat sich wieder hingelegt. Da dachte ich, so möchte ich auch leben“.
Mostviertler Dialekt
Für seine Lieder verwendet er den Mostviertler Dialekt. „In dieser Sprache fühle ich mich in der Musik am wohlsten“, erklärt Lugmayr. Auch sozialkritische Lieder hat Lugmayr im Repertoire, meist ebenso mit einer Spur Humor versehen. Die Musik seiner Lieder geht ins Ohr, ohne jemals seicht zu werden. Prägendes Instrument ist eine fein gespielte Gitarre.Das Konzert im Rahmen der Perlenreihe wird das größte Konzert, das Lugmayr bisher gespielt hat. Ihm zur Seite stehen musikalische Freunde, mit denen er schon sehr gut eingespielt ist: Martin Rockenschaub (Klavier, Gesang, Cajon), Wolfgang Michelmayer (Geige, Gesang) und Rudi Seierlehner (Klarinetten, Mundharmonika). In dieser Kombination ist ein vergnüglicher Abend garantiert.
Sonntag, 7. August, 20 Uhr
Theatersommerbühne, Stadt Haag
Eintritt: € 23,–/20,–/17,–
Karten: Tel. 07434/44600
Reisebüro Kattner, Post.Partner


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