Caritas Sozialstation in Haag eröffnet
HAAG. In der Caritas Sozialstation in Haag leisten 21 Mitarbeiterinnen monatlich 1500 Stunden für Betreuen und Pflegen zu Hause in den Gemeinden Haag, Strengberg und Wolfsbach.

HAAG. Bürgermeister Lukas Michlmayr (ÖVP) war zu Gast bei der Eröffnung der Caritas Sozialstation NÖ West in einem Haager Traditionshaus in der „Stierreith“, Wiener Straße 1: „Ich bin froh, dass in unserer Gemeinde viele Menschen zu Hause in Würde alt werden können“, sagte Michlmayr. Früher war das Haus ein Geschäft, später die Volksbank und jetzt ist es der Stützpunkt der 21 Caritas Mitarbeiterinnen, die unter der Leitung von Rosemarie Westermayr und Stellvertreterin Monika Detter monatlich 1500 Einsatzstunden in den Gemeinden Haag, Strengberg und Wolfsbach leisten.
Mobile Pflege
Heimhelferinnen, Pflegeassistentinnen und Diplom-Pflegerinnen, unterstützt von Demenzberaterinnen, sind die wichtigsten Berufsgruppen in der mobilen Pflege. Caritasdirektor Hannes Ziselsberger dankte den Mitarbeiterinnen für den großen Einsatz. „Derzeit nur Frauen, wir freuen uns auch über die hauptberufliche Mitarbeit von Männern“, so Direktor Ziselsberger. Bis 2017 war die Caritas Sozialstation im Seniorenzentrum untergebracht.
„Wir sind noch immer eine große Sozialstation, obwohl wir in den vergangenen 38 Jahren bereits zwei Mal geteilt wurden“, sagt Westermayr. „1997 entstand durch die Teilung die Sozialstation Urltal in St. Peter und 2017 die Sozialstation Sankt Severin in Haidershofen“, berichtet Caritas Regionalleiter Markus Lurger.
„Stark zu genommen hat die Pflege von Palliativpatienten zu Hause“, sagt Einsatzleiterin Westermayr. Besonders wichtig für eine erfolgreiche Arbeit in der mobilen Pflege erachtet Rosemarie Westermayr die gute Vernetzung in der Gemeinde und in der Region. Für Westermayr sind das neben Gemeinde, Pfarre, Bezirkshauptmannschaft, Krankenkassen, Hausärzten, Apotheken, Bandagisten, Rotes Kreuz, Johanniter auch das Entlassungsmanagement in den Kliniken und die Ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, die im Besuchsdienst, bei Essen auf Rädern oder in der ARGE – der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Hauskrankenpflege – engagiert sind.
„Die Arbeit hier ist getragen von viel Liebe“, so Pfarrer Nikolaus Vidovic bei der Segnung der Räume und aller Menschen, die Not sehen und für andere da sind.
Karl Enghauser, Leiter des Bereiches Pflege in der Caritas St. Pölten, spricht den eklatanten Personalmangel in der mobilen Pflege an. Voraussetzung für eine Trendumkehr ist, „dass die Bezahlung angehoben wird und der Gehalt zumindest dem der stationären Pflegekräfte angepasst wird.“


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