Erfolgreiche Weltmeisterschaften für das Firefighter Team Hagenberg
HAGENBERG. Martin Remplbauer und Thomas Kiesenhofer, beides Mitglieder der FF Hagenberg, zählen zu den härtesten Feuerwehrmännern Österreichs - das haben sie Ende Oktober bei der Weltmeisterschaft der Firefighter Combat Challenge in Montgomery (USA) eindrucksvoll demonstriert.

Zuerst ging Kiesenhofer, der bereits im vergangenen Jahr einen Bewerb in den USA bestritten hat, an den Start. Bei prächtigem Wetter schulterte er sein Schlauchpaket und lieferte sich einen harten Schlagabtausch mit seinem direkten Konkurrenten auf der parallel verlaufenden Bewerbsbahn. 2:14:69 Minuten später überquerte er als Erster die Ziellinie. „Ein harter Fight – aber ich bin mehr als zufrieden“, sagte er sichtlich erschöpft nach seinem Lauf. Zufrieden sein konnte er allemal – war er doch um 30 Sekunden schneller als bei seinem ersten Lauf in Übersee.
Neuer österreichischer RekordEtwas später ging es dann für Remplbauer an den Start. Sein Ziel: eine Zeit unter 1:40 Minuten. Auch er lieferte sich durch alle Stationen hindurch ein Kopf-an-Kopf Rennen mit seinem Kameraden auf der Nebenbahn. Zu Hause fieberten seine Kameraden im Feuerwehrhaus Hagenberg vor dem Computer per Livestream mit und drückten fleißig die Daumen. Als die Uhr bei 1:38:52 Minuten stehen blieb, war der Jubel groß – eine super Zeit!Nach ein paar Mal durchschnaufen musste er auch schon vor die Kamera zum Interview: „Es war extrem anstrengend, aber die Atmosphäre hier ist großartig! Es wäre etwas mehr drin gewesen, aber ich habe mein Ziel erreicht! Danke an Thomas für seine tolle Unterstützung!“ Mit dieser Spitzenleistung hat er nicht nur seinen persönlichen Rekord verbessert, sondern einen neuen österreichischen Rekord aufgestellt!?
Erster Österreicher im „Lion Den Club“Traditionell werden alle Firefighter, welche eine Zeit unter 1:40 Minuten schaffen, in den „Lion Den Club“ aufgenommen und erhalten dafür eine eigene Plakette. Als erster Österreicher und mit 23 Jahren zweitjüngster Europäer in diesem elitären Kreis darf er dieses Abzeichen nun mit Stolz tragen.
Als Team starteten die beiden zwei Tage später noch im Tandembewerb. Auf dem Weg zu einer tollen Zeit stolperte Thomas leider kurz vor dem Ziel rückwärts beim Ziehen des Dummys. Somit reichte es nicht für das Finale. Im spannenden Finale wurde dann ein neuer Weltrekord vom amtierenden Weltmeister Justin Couperus vom Hamilton Fire Department aufgestellt, der jetzt bei einer unglaublichen Zeit von 1:16,83 Minuten liegt. Auch bei den Staffeln wurde der Weltrekord gebrochen: Das Team Montgomery Blue schaffte im Finallauf eine Zeit von 1:05,55 Minuten.
Abseits des Bewerbsgeschehens durften Martin und Thomas die Station 6, eine echte amerikanische Feuerwache besuchen. Probesitzen in den Fire-Trucks und ein paar Gespräche mit den amerikanischen Kameraden waren ein echtes Erlebnis.


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