Mobilität der Zukunft: Smart, sauber und sicher

Michaela Maurer Michaela Maurer, Tips Redaktion, 18.06.2019 15:21 Uhr

HAGENBERG. Staus, Abgasbelastung und Verkehrsunfälle – wenn es nach den Forschern der FH Oberösterreich geht, dann soll das bald der Vergangenheit angehören. Ihre Aktivitäten und Leistungen standen im Fokus der jährlich stattfindenden Expertenkonferenz „Forschung #Industrienah“ am FH OÖ Campus Hagenberg, bei der 100 Gäste mit Experten über die Zukunft der Automobilindustrie diskutierten.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner, der in seiner Begrüßungsrede betonte: „Industrienahe Forschung und Innovationen sind mehr denn je tragende Säulen für den Erfolg der oberösterreichischen Wirtschaft auf nationaler und internationaler Ebene. Dabei setzen wir stark auf die FH Oberösterreich, die als Hochschule für angewandte Wissenschaften diese Industrienähe quasi in ihrer DNA hat. Sie ist mit ihrem Center of Excellence für Automotive and Mobility ein wichtiger Impulsgeber und Game Changer für die zukunftsweisende Gestaltung der Mobilität.“

Hagenberg komme dabei eine wichtige Rolle zu. „Im Herbst 2018 wurde am Campus Hagenberg das neue Bachelorstudium Automotive Computing gestartet, das Studierende praxisorientiertes Know-How für die Gestaltung der digitalen Revolution im Verkehr und im Automotive Sektor vermittelt“, sagt Achleitner. 

„Zukunft sichern“ 

Wie die Mobilität von Menschen und Gütern so gestaltet werden kann, dass die Zukunft der kommenden Generationen und der Wirtschaft gesichert ist, daran arbeiten die Forscher der vier FH OÖ Fakultäten in Hagenberg, Linz, Wels und Steyr gemeinsam in interdisziplinären Teams. Sie bringen im Rahmen des FH OÖ Center of Exellence für Automotive and Mobility ihre Expertise in den Bereichen Automotive Engineering, neue Antriebstechnologien, Fahrzeugkommunikation, Leichtbau und Composite-Werkstoffe ein.

 „Neben der intensiven Zusammenarbeit mit Unternehmen im Rahmen unserer F und E-Aktivitäten ist es eben diese fakultätsübergreifende Kooperation im Rahmen unserer sechs Centers of Excellence, die wesentlich dazu beigetragen hat, die FH OÖ als forschungsstärkste Fachhochschule Österreichs zu etablieren“, betonte Johann Kastner, Leiter der Forschung und Entwicklung der FH OÖ.

Einblicke: Automatisiertes Fahren und Hyperloops 

Welche Fortschritte in diesen Centers of Excellence bereits erzielt wurden, demonstrierten die Forscher im Rahmen von Live-Kurzpräsentationen. Dabei gab es für die Gäste der „Forschung #Industrienah“-Veranstaltung unter anderem Einblicke in das automatisierte Fahren und Verkehrssimulation, die Industrialisierung von Prozessen zur Herstellung von Leichtbaustrukturen sowie die Zukunftsträchtigkeit von Hyperloops.

Einen Blick in die Zukunft der Autos und der Automobilindustrie bot auch eine Keynote von Thomas Sauter-Servaes, Mobilitätsforscher und Studiengangsleiter Verkehrssysteme an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur in der Schweiz. Er spannte den Bogen von den großen Datensammler-Konzern wie Google und Facebook über die visionären Ideen eines Elon Musk und diverser Autokonzerne und präsentierte einen Ausblick in die Zukunft des Autos als rollendes Smartphone voller Service-Funktionen.

Digitalisierung der Mobilität 

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion mit WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer, dem CEO von Polytec, DI (FH) Markus Huemer, und Sauter-Servaes zum Thema „Strukturwandel in der Automobilindustrie“. Dabei standen die Digitalisierung der Mobilität, die zunehmende Wichtigkeit von Soft- und Hardware für den Automotiv-Sektor sowie der Wandel hin von der Zulieferindustrie hin zum Service Provider im Mittelpunkt. Auch neue Antriebsformen wie E-Mobilität, Car-Sharing Konzepte und veränderte Arbeitswelten und Berufsfelder lieferten Diskussionsstoff.

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