Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Das noch junge neue Jahr steht auch für den Wolf: Er ist Tier des Jahres 2017.

Der Wolf kehrt nach Österreich zurück, auch das Mühlviertel eignet sich als Lebensraum. Foto: Martin Tomas

Die Rückkehr des Wolfes nach Österreich hat sich lange abgezeichnet. In allen unseren Nachbarländern sind Wölfe (wieder) heimisch und gibt es regelmäßig Junge. Im Alter von ein bis zwei Jahren begeben sich diese Jungwölfe auf Wanderschaft und sie können dabei sehr weite Strecken (mehrere hundert Kilometer) zurücklegen auf der Suche nach eigenem Lebensraum und Partner.

Erster Wolf-Nachwuchs seit 100 Jahren

Bis 2015 wurden vor allem Einzelwölfe in Österreich nachgewiesen - manche kürzer, manche länger. Doch im Sommer 2016 gelang der erste Nachweis einer Wolfsfamilie (Rudel) mit sieben Tieren (zwei Elterntiere, fünf Jungtiere) am Truppenübungsplatz in Allentsteig im Waldviertel. Nach mehr als 100 Jahren waren somit wieder die ersten Wölfe in Österreich zur Welt gekommen. Das junge Rudel im Waldviertel ist nicht nur das wieder erste für Österreich, sondern auch für die gesamte Dreiländerregion des Böhmischen Massivs. Daneben gibt es momentan noch regelmäßige Wolfnachweise im grenzüberschreitenden Freiwald und an der Grenze zwischen den Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava. Gemeinsam mit den durchwandernden Einzelwölfen sind auch hier Rudelbildungen jederzeit möglich.

Friedliche Koexistenz

Die Rückkehr des Wolfes lässt wenige Menschen kalt. Die Reaktionen reichen von totaler Ablehnung bis zur bedingungslosen Willkommenskultur. Wichtig wäre, die alten Ängste und Vorurteile abzulegen und gleichzeitig ein realistisches Bild von diesem großen Beutegreifer zu bekommen. Der Wolf ist sehr anpassungsfähig, weite Teile Österreichs und des Mühlviertels eignen sich als Lebensraum. Er steht unter gesetzlichem Schutz, wird dem Menschen aber punktuell schnell in die Quere kommen. So gibt es in Wolfsgebieten immer wieder Übergriffe von Wölfen auf Nutztiere. Der Mensch kann es dem Wolf schwerer machen, mit Zäunen, Herdenschutzhunden etc., aber gänzlich verhindern können wird man das nicht. Es gibt in Europa aber gute Beispiele für eine halbwegs friedliche Koexistenz von Mensch und Wolf - Italien, Griechenland, Slowakei, Kroatien, etc. sind hier zu nennen.

Wie bei vielen rückkehrenden Tierarten stellt sich auch beim Wolf die Frage was uns seine Rückkehr wert ist. Dies sollte offen und ehrlich diskutiert werden.

Verfasser:

Thomas Engleder

gruenesherz.boehmerwaldnatur.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Elf Blutspender aus dem Bezirk Rohrbach ausgezeichnet

Elf Blutspender aus dem Bezirk Rohrbach ausgezeichnet

BEZIRK ROHRBACH. Eine Goldene und gleich zehn Silberne Verdienstmedaillen um das Blutspendewesen wurden an treue Blutspender aus dem Bezirk Rohrbach ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Landjugend im Bezirk Rohrbach unter neuer Leitung

Landjugend im Bezirk Rohrbach unter neuer Leitung

SCHWARZENBERG. Bei der Herbsttagung der Landjugend des Bezirkes Rohrbach im Gasthaus Dreiländereck in Oberschwarzenberg standen ein Rückblick, ...

Tips - total regionalPetra Hanner
Technische Fachschule Haslach ist Spitzenreiter bei ICDL-Prüfungen

Technische Fachschule Haslach ist Spitzenreiter bei ICDL-Prüfungen

HASLACH. Groß ist die Freude über eine neuerliche Auszeichnung für die Technische Fachschule Haslach: Sie erreichte im Bereich der technischen ...

Tips - total regionalPetra Hanner
Rohrbacher Gymnasium siegt bei Albertina-Zeichenwettbewerb

Rohrbacher Gymnasium siegt bei Albertina-Zeichenwettbewerb

ROHRBACH-BERG. Die Schüler der 4c Klasse des Rohrbacher Gymnasiums holten sich den Gesamtsieg beim österreichweiten Zeichenwettbewerb der Albertina. ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Neun Jagdhunde bestanden Brauchbarkeitsprüfung in Sprinzenstein

Neun Jagdhunde bestanden Brauchbarkeitsprüfung in Sprinzenstein

SARLEINSBACH/BEZIRK ROHRBACH. Neun Hundeführer mit ihren Hunden stellten sich der diesjährigen Brauchbarkeitsprüfung und alle Teams bestanden ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Wenn die sozialen Medien das eigene Körperbild prägen: BBS-Schülerinnen organisieren Vortrag

Wenn die sozialen Medien das eigene Körperbild prägen: BBS-Schülerinnen organisieren Vortrag

ROHRBACH-BERG. Zwei Schülerinnen der BBS Rohrbach haben im Rahmen ihres Diplomarbeitsprojektes einen Vortrag mit Birgit Ziebermayr vom Institut ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Weitere Beiträge