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HASLACH. Es ist das bislang umfassendste Schwalben-Monitoring Europas, an dem die österreichische Naturschutzjugend Haslach gemeinsam mit den Schülern der Ökolog-Schule arbeitet: Seit nunmehr 38 Jahren wird der Bestand der gefiederten Frühlingsboten rund um Haslach genau untersucht. Deshalb werden die Rückkehrer auch mit Spannung erwartet.

Rund um Haslach lebt man mit Glücksbringern unter einem Dach. Foto: önj Haslach
Rund um Haslach lebt man mit Glücksbringern unter einem Dach. Foto: önj Haslach

Jetzt, Anfang April, kommen die ersten Rauchschwalben aus ihren Überwinterungsgebieten südlich der Sahara zurück und peilen zielsicher die heimatlichen Nester an. „Das ist einmalig in unserer Vogelwelt. Die Rauchschwalben sind jene Wildvogelart, die am engsten mit uns Menschen zusammen lebt. Ohne große Scheu wählen sie für ihren Nestbau menschliche Siedlungen in den Dörfern aus“, berichtet Karl Zimmerhackl von der önj Haslach.

Fleißige Insektenvernichter

Jeder, der den Rauschwalben im Stall Einlass gewährt, wird für seine Gastfreundschaft auch gut belohnt, ergänzt der Naturkenner und rechnet vor: „Für die Aufzucht einer Schwalbenbrut mit vier bis sechs Jungschwalben werden etwa 12.000 Insekten verfüttert. Bei zwei Bruten im Jahr sind das 24.000 Insekten pro Schwalbenpaar. Dazu müssen wir noch die Eigenversorgung der beiden Altvögel für die Aufenthaltsdauer von sechs Monaten rechnen.“

Bestand unter Beobachtung

Genauso einzigartig wie die Schwalben an sich, ist das Monitoring, das in Haslach betrieben wird: Der Bestand und die Entwicklung von Mehl- und Rauchschwalben in den fünf Dörfern rund um Haslach wird schon seit 38 Jahren genau untersucht. Mit diesem Langzeitprojekt von Naturschutzjugend und der Ökolog-Mittelschule sammeln die Schüler Erfahrungen für den Biologieunterricht und für ihre außerschulische Umweltbildung. Hunderte Schüler haben sich seit 1980 beim Bauen, Anbringen und Säubern von Schwalbennisthilfen beteiligt. 

Ergebnisse werden analysiert

Derzeit werden die Ergebnisse des Schwalbenmonitorings von einer Studentin in einer Masterarbeit an der Universität für Bodenkultur in Wien analysiert. „In Berichten über Schwalben erzählen uns die Dorfbewohner von Damreith, Ödt, Hörleinsödt und Hinternberg immer wieder von ihren Glücksbringern“, freut sich Karl Zimmerhackl.


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