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HASLACH. 40 Jahre ist es her, seit die Naturschutzjugend önj Haslach und einige interessierte Schüler der Hauptschule zum ersten Mal die Schwalben in den fünf Dörfern rund um Haslach gezählt haben. Aus dem Vorhaben, einen Einblick in die Bestände zu gewinnen, hat sich ein Langzeitprojekt entwickelt.

  1 / 4   Seit bereits 40 Jahren rücken Jugendliche aus, um den Bestand an Rauch- und Mehlschwalben festzustellen. Foto: önj Haslach

Es ist das wohl am längsten andauernde Schwalbenmonitoring Europas: Hunderte Schüler sind in den vergangenen 40 Jahren mit Listen und Ferngläsern unterwegs gewesen, um die Brutpaare der Rauch- und Mehlschwalben rund um Haslach zu suchen, zu zählen und von den Schwalbenbauern viel Wissenswertes über die Lebensgewohnheiten der Glücksbringer zu erfahren. „Von Anfang an war uns das Gespräch mit den Landwirten wichtig, um zu erfahren, wie sie das Zusammenleben mit den Schwalben auf den Bauernhöfen organisieren und gestalten“, erklärt Karl Zimmerhackl von der önj Haslach.

Schicksalsgemeinschaft

Den Naturschutzjugend-Mitarbeitern war schnell bewusst, dass bei ihrer Arbeit zwei zentrale Bausteine wichtig sind: Dokumentation und Sensibilisierung. „Beide Schwalbenarten sind Kulturfolger und haben sich auf die von den Bauern geschaffenen Strukturen eingestellt. Bauern und Schwalben sind über einen langen Zeitraum zu einer unzertrennlichen Schicksalsgemeinschaft herangewachsen. Der Erhalt der Nistplätze in den Dörfern und Ortschaften ist daher besonders wichtig“, betont Zimmerhackl. Als sehr wirksam für einen gelungenen Start in das jährliche Brutgeschäft hat sich das Anbringen von Kunstnestern für die Mehlschwalben erwiesen.

290 Brutpaare

Das Schaffen von Lebensraum für die Schwalben schlägt sich positiv auf die Population nieder: Denn während österreichweit der Schwalbenbestand schrumpft, gibt es aus dem Projektgebiet stets Erfreuliches zu berichten. 290 Brutpaare hat die zweite Klasse der Mittelschule Haslach, die sich heuer in den Schwalbendörfern Hartmannsdorf, Damreith, Hinternberg, Hörleinsödt und Ödt auf die Suche gemacht hat, gezählt. Bei den Rauchschwalben, von denen die ersten am 30. März nach einer 5.000 km langen Flugreise von Afrika nach Hörleinsödt zurückgekehrt waren, wurden 177 Brutpaare gezählt. Das sind um 41 mehr als zu Projektbeginn. Bei den Mehlschwalben zählten die Schüler 113 brütende Paare – ein kleines Minus von sechs Brutpaaren.


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