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BÖHMERWALD. Unter den rund 60 bis 80 Böhmerwald-Luchsen, über die Anfang der Woche hier zu lesen war, ist ein richtiger Weitwanderer: Luchs Ludek stammt aus Südböhmen, überwand die Donau und tauchte im Sommer im Kürnberger Wald bei Linz auf und wurde jetzt 60 Kilometer Luftlinie weiter im Freiwald gesichtet.
 

  1 / 2   Der Fellmustervergleich zeigte es: Luchs Ludek wanderte von Linz weiter in den Grenzraum von Oberösterreich/Niederösterreich/Südböhmen. Foto: AlkaWildlife

Österreichische und tschechische Luchsforscher staunten nicht schlecht, als sie beim Fellmustervergleich von Luchsbildern aus Fotofallen feststellten, dass der neue Luchs im Freiwald (Novohradske hory) ein alter Bekannter ist.  Luchs Ludek wurde Ende letzten Jahres mehrfach im Grenzgebiet von Oberösterreich, Niederösterreich und Südböhmen festgestellt. „Wir kennen den genauen Weg von Luchs Ludek nicht. Seine bekannten Aufenthaltsorte liegen aber einmal 70 und dann wieder 60 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. Es ist eine beachtliche Strecke, die dieser Luchs zurückgelegt hat, und es war wohl auch ein recht gefährlicher Weg“, kommentiert Thomas Engleder vom Luchsprojekt Österreich Nordwest die tierische Wanderung. Auch die neue S10, die Mühlviertler Schnellstraße muss er irgendwie über- oder unterquert haben.

Für Engleder ist Ludek ein weiteres Zeichen, dass die Durchlässigkeit von Landschaften für Wildtiere  ein wichtiges Thema ist. Ebenso wichtig ist die Kooperation - zum einen zwischen Naturschutz und Jagd, andererseits zwischen Österreich und Tschechien. „Luchs Ludek kam  man nur auf die Spur, weil Bilder sowohl von Jägern als auch von Luchsforschern zur Verfügung standen“, berichtet der Haslacher.


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