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Die kontrastreiche Färbung des Bergmolches eignet sich besonders, um als „Lurch des Jahres 2019“ stellvertretend darauf aufmerksam zu machen, dass auch die Zahl der Amphibien zurückgeht. Alle in der Böhmerwaldregion und im Mühlviertel lebenden Frösche, Kröten und Molche zählen zu den gesetzlich geschützten Arten.

Das Bergmolch-Männchen trägt jetzt im Frühling sein Hochzeitskleid. Foto: DGHT Meyer
Das Bergmolch-Männchen trägt jetzt im Frühling sein Hochzeitskleid. Foto: DGHT Meyer

Mit der ersten Frühlingswärme erwachen die Molche aus der Winterstarre. Nun wandern die erwachsenen Tiere in ein Laichgewässer, in dem sie bis zum Sommer bleiben. Bei der ersten Begegnung mit den Molchen denkt man eher an Fische. Das plötzliche Auftauchen aus der Tiefe eines Wiesenteiches, Schwimm- und Schlängelbewegungen lassen noch kaum erahnen, dass wir es hier mit Landbewohnern zu tun haben. Bereits die nächste Beobachtung, wenn die Molche an der Wasseroberfläche nach Luft schnappen, weist darauf hin, dass es sich um Lungenatmer handeln muss.

Der Versuch, im Frühling ein Bergmolchpaar zu beobachten, lohnt sich. Vor allem das etwa acht Zentimeter lange Männchen trägt jetzt sein Hochzeitskleid. Es hat einen leuchtend orangeroten Bauch, die Flanken sind mit vielen schwarzen Punkten auf hellem Grund dicht besetzt. Über den ganzen Rücken zieht sich ein gelbschwarz gebänderter Kamm. Das um zwei bis drei Zentimeter längere Weibchen zeigt sich bescheidener und sehr variabel in der Färbung. Besonders spannend zu beobachten ist das Paarungszeremoniell. Die befruchteten Eier werden später vom Weibchen einzeln an die Blätter von Wasserpflanzen geklebt.

Vom Wasser aufs Land

Die frisch geschlüpften Larven tragen äußere Kiemenbüschel. Nach drei bis fünf Monaten Wasserleben erfolgt die körperliche Umwandlung zum landlebenden Molch, die Lungenatmung setzt ein. Die jungen Molche leben nun versteckt unter Steinen und Wurzeln.

Verfasser: Karl Zimmerhackl

Naturschutzjugend önj Haslach, www.oenj-haslach.at


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