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HEILIGENBERG. Zum Start der Mostkostsaison lohnt sich ein Blick „hinter die Kulissen“ des Obstpressens. Wie der Apfel vom Baum in die Gläser der Mostfreunde kommt, wissen Manfred und Christine Watzenböck aus Heiligenberg. Seit zehn Jahren pressen sie Obst zu Fruchtsäften und nicht selten wird daraus auch das Nationalgetränk der Hausruckviertler - der Most.

Manfred und Christine Watzenböck pressen seit zehn Jahren Obst.Foto: Raiffeisenbank Peuerbach
Manfred und Christine Watzenböck pressen seit zehn Jahren Obst.Foto: Raiffeisenbank Peuerbach

Obstpressen ist wieder gefragt. Vom eigenen Apfelbaum direkt in die Gläser, das ist in Heiligenberg bei Manfred und Christine Watzenböck möglich. „Das eigene Obst verwerten, das ist für die Leute das Wichtigste. Jeder bekommt den Saft aus seinen Äpfeln“, erklärt Manfred Watzenböck. Das Obst (meist Äpfel und Birnen) kommen in die Presse, werden auf 80 Grad erhitzt und in fünf oder zehn Liter-Packungen abgefüllt. 100 Kilogramm ergeben 60 Liter Saft, meint der Obstpresser. Im vergangenen Jahr war die Ernte besonders reich und so flossen insgesamt 150.000 Liter in die Packungen der Kundschaften. Reife Äpfel würden dabei für besonders süßen Saft sorgen, meint Watzenböck.

Kreative Saftsorten

Mittlerweile werde aber nicht nur reiner Apfel- oder Birnensaft produziert. Im Trend legen Kombinationen mit Holler, Karotten oder Ribisel. Naturtrüb oder klar - für jeden Apfelsaftfreund wird wie gewünscht gepresst. „Den natürtrüben Saft kann man gleich abfüllen, beim klaren wird noch Gelantine zugesetzt. Der Saft muss dann zwei bis drei Stunden klären bis er abgefüllt wird“, erklärt Watzenböck. Der fertige Saft ist dann bis zu drei Jahren haltbar, geöffnet sollte er innerhalb von zwei Monaten verbraucht werden.

Reste als Wildfutter

Für“s Mostmachen wird der Apfelsaft meist gleich in Fässer gefüllt, die der Mostproduzent dann im Keller weitergären lässt. Über die Reste beim Obstpressen freut sich das Wild. Die Jäger verwenden die Trebern, so werden die Reste genannt, als Futter für Reh und Co. So wird kein Stück des Apfels oder der Birne verschwendet.


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