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HELFENBERG. Man muss nicht in die Landeshauptstadt fahren, um Kultur auf höchstem Niveau erleben zu können. Der Verein Persephone bringt seit zehn Jahren Theater in die alte Fabrik in Helfenberg. Gestern wurde wieder ein Premierenabend gefeiert und die Devise des Vereins fortgesetzt: Das Unerwartete ist hier Programm.

  1 / 7   In der Festung Asgard herrscht Unruhe, denn das Ende der Welt steht bevor. vorne: Loki (Christian Graf), Frigg (Doris Hindinger), Freya (Daniela Dett); hinten: Hödur (Rafael Schuchter) und Thor (Alexander Jagsch). Foto: Klaus Huemer

Gezeigt wurde die erste Uraufführung in der Geschichte des Theaters in der Kulturfabrik: Regisseur und Autor Henry Mason hat sich mit „Wie man Götter dämmert“ um die nordischen Gottheiten angenommen und eine Komödie übers Sterben auf die Bühne gebracht.

Urkomisch geht's zu Ende

Dass dieser eigentliche Widerspruch funktioniert, zeigt das Bühnenstück - auch wenn gegen Ende hin doch tragische, dramatische Szenen überhand nehmen. Der Untergang der Mächtigen geht eben nicht lautlos. Da schwingt Donnergott Thor seinen Hammer; da lässt Allvater Odin eine Mauer um sein himmlisches Reich Asgard errichten, wo doch schon Riesen und Normalsterbliche vor der Tür stehen; da hat Liebesgöttin Freya Probleme, ausreichend Unsterblichkeitsobst zu produzieren; und Baldur langt derweilen selig lächelnd beim Buffet zu. Und natürlich ist da noch Loki, der Feuergott und Lügenschmied, dem nicht so recht zu trauen ist. Oder doch?

Schlussendlich weiß man: Selbst die Götter müssen mal dämmern, denn alles hat ein Ende. Nur die Wurst hat zwei.

Profis und Laien auf der Bühne

Neben den großartigen Schauspielern, die auf der Bühne in der stimmungsvollen Ziegelhalle alles geben, kommen wie gewohnt auch Laiendarsteller zum Zug. Diese bilden den Chor der Normalsterblichen.

Fotokunst in der Pause

Als künstlerische Ergänzung zeigen Studierende der Prager Fotoschule Österreich ihre Arbeiten, die sich ebenfalls ganz dem Thema Ende widmen.

Die Komödie „Wie man Götter dämmert“ ist noch bis 13. August im Theater in der Kulturfabrik in Helfenberg zu sehen. Karten können unter Tel. 0680/335 9236 oder auf www.theaterinderkulturfabrik.at reserviert werden.


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