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HELLMONSÖDT. Die Aktion „99 Sachen, die wir im Mühlviertel machen“ setzt sich zum Ziel, das typisch Mühlviertlerische in allen Lebensbereichen zu entdecken. Diesmal im Porträt: Kunsthandwerker der Raku-Technik Erwin Atzmüller:

Erwin Atzmüller zeigt wie das Kunstwerk entsteht.
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Als Bilanzbuchhalter der Caritas der Diözese Linz hatte Erwin Atzmüller vor allem mit Zahlen zu tun. Seit seiner Pensionierung widmet er sich dem Töpferhandwerk – einer Kunst mit langer Tradition im Mühlviertel (wie zum Beispiel das Hafnerhaus in Leopoldschlag zeigt). Besonders hat es Atzmüller die schwierige Raku-Technik angetan. „Alles begann vor 23 Jahren. Da bekam ich von einer damaligen Kollegin ein Kilo Ton geschenkt und wusste nicht wohin damit. So töpferte ich einen Weihrauchkessel daraus. Seitdem ist Töpfern wie eine Sucht für mich“, erzählt Atzmüller beim Tips-Lokalaugenschein in seiner Werkstatt in Hellmonsödt.

Der 62-Jährige ist mitten in der Adventzeit mit seinem Kunsthandwerk voll eingeteilt. Auf verschiedenen Märkten verkauft er handgefertigte Gebrauchs- und Ziergegenstände, „da ist vom Duftlamperl über eine praktische Taschentuchbox bis hin zu weihnachtlichen Engeln, Kreuzen, Figuren und Adventkranzspangen alles dabei“, so Atzmüller. Auch auf Kundenwunsch hin fertigt er spezielle Keramik-Gegenstände bzw. -figuren an. „Ein außergewöhnlicher Auftrag war als Geschenk für einen Herrn Schneckenreiter zum fünfzigsten Geburtstag, Da habe ich halt einen ,Schneckenreiter“ modelliert. Oder einen Klopapierrollenhalter mit einem zeitunglesenden Herrn auf der Muschel sitzend“, erzählt Atzmüller von seinen kuriosesten Aufträgen.

Herausforderung Raku

Ursprünglich stammt die Raku-Technik aus Japan. Die Risse, die beim Brennen entstehen, seien dabei laut Atzmüller das „Um und Auf“. Jedes Stück ist ein Unikat, keines gleicht dem anderen. Einen eigenen Stil hat sich der passionierte Kunsthandwerker im Laufe der Zeit in jedem Fall angeeignet. „Die Technik so hinzubekommen, erfordert Übung und ist immer wieder eine Herausforderung. Umso größer dann die Freude, wenn zum Schluss ein schönes Kunstwerk entsteht“, sagt Atzmüller. Zu sehen und kaufen gibt es die Kunstwerke von 11. bis 13. Dezember am Adventmarkt auf Schloss Weinberg (Kefermarkt) bzw. bei der Bunten Werkschau von Mühlviertel Kreativ in Freistadt (1. bis 23. Dezember).

Infos unter www.99sachen-muehlviertel.at


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