Direkte Anbindung der Westbahn an den Flughafen ist umstritten

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Silke Kreilmayr Silke Kreilmayr, Tips Redaktion, 16.03.2016 12:55 Uhr

2018 soll mit dem 660 Millionen Euro teuren vierspurigen Ausbau der Westbahn zwischen Linz und Marchtrenk begonnen werden. Vor allem die Anbindung der Bahn an den Flughafen (mittels „Verschwenkung“ im Raum Pasching/Hörsching) ist aber umstritten. Die Flurschutzgemeinschaft hat zum Lokal­augenschein geladen.

Gegen Bodenverbrauch

Wer auf der Flughafenstraße in Hörsching unterwegs ist, kann sie sehen. Die roten Fahnen, die zeigen, wie die neue Bahntrasse eine Schneise mitten durch die Felder schlagen würde. Hans Lughammer, Obmann der Flurschutzgemeinschaft, spricht von 170 Hektar Bodenverbrauch, einem „Verbrechen an der Natur“.

ÖBB kontert

 

ÖBB-Sprecher Karl Leitner kontert: „107 Hektar müssen wir für die gesamte Strecke zwischen Linz und Marchtrenk ankaufen. Ohne Verschwenkung wären es 100“. Insgesamt sprechen die ÖBB daher von nur sieben Hektar Netto-Verbrauch für die Flughafen-Anbindung (die Differenz zwischen dem Bodenverbrauch und der Bodenrückgewinnung durch die Auflassung des Altbestandes). Zudem sei die Trasse um etwa 40 Prozent schmäler als von den Gegnern ausgesteckt.

Zwist um Haltestellen Hörsching und Pasching

Dennoch stellt sich vor Ort eine Beklemmung ein. Ein Bauernhaus gegenüber dem Flughafen müsste weichen, hier etwa würde die neue Haltestelle für Paschinger und Hörschinger entstehen, die Bahnhöfe im Zentrum werden aufgelassen. „Auch das ist unsinnig. Haltestellen so weit außerhalb funktionieren nicht“, sagt VP-Bezirksparteiobmann und LABG. Wolfgang Stanek, der die Flurschutzgemeinschaft unterstützt. Vor allem die Auflassung der Haltestelle Hörsching, die ohnehin in unmittelbarer Nähe des Flughafens liegt, können die Betroffenen nicht nachvollziehen. Zumal es von dort sogar eine – derzeit stillgelegte – Gleisanbindung für Güterzüge zum Flughafen gibt. Die Flurschutzgemeinschaft macht sich daher für einen Ausbau des Altbestandes auf vier Gleise stark.

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