Mais kommt mit der Dürre überraschend gut zurecht
LINZ-LAND. Die Mais- und Sojaernte ist heuer in Oberösterreich deutlich besser ausgefallen als aufgrund der Trockenheit befürchtet.

Die Bandbreite der Erträge war aufgrund der heurigen Witterungssituation mit Hitze und Dürre extrem groß. Bei der Sojaernte etwa gab es vom Totalausfall bis zu guten Erträgen von knapp vier Tonnen pro Hektar alles.
Wunderpflanze Mais
Die Maisernte ist deutlich besser ausgefallen als befürchtet und sie begann so früh wie noch nie. Schon in der ersten Augustdekade wurde der erste Körnermais geerntet – eigentlich fünf Wochen zu früh.
Ausgenommen von den guten Ertragsergebnissen sind die extrem leichten, schottrigen Böden etwa in der Welser Heide im Raum Hörsching/Wels.
Die Adaption des neuen Sortimentes der Maissorten an heiße, trockene Sommer scheint aber schon recht gut gelungen zu sein, auch im sehr trockenen Zentralraum.
„Es macht sich bezahlt, wenn bei einer Kulturpflanze viel Forschung und Entwicklungstätigkeit passiert. Tatsache ist, dass das heutige Sortiment der Maissorten extrem leistungsstark ist, die Bauern mit Mais sehr gut umgehen können und deshalb diese Kultur in Zukunft noch eher an Bedeutung zulegen wird“, sagt der Paschinger Christian Krumphuber, Leiter der Abteilung Pflanzenproduktion in der Landwirtschaftskammer OÖ.
Auch Zuckerrübe hält sich gut
Die Zuckerrübe hat durch den liberalisierten Markt ohnehin schon einen schweren Stand − und sie hat auch unter Trockenheit gelitten. Mit erwarteten 80 Tonnen Ertrag liegt Oberösterreich aber im guten Bereich.
Aktuell werden zusätzliche Interessenten für den Rübenanbau gesucht, weil aufgrund der Derbrüssler-Plage in Ostösterreich 10.000 Hektar Anbauflächen weggebrochen sind.


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