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HOFKIRCHEN. Alles hat seine Zeit – und jene des regionalen Informationssystems ReSI ist offenbar abgelaufen: Mit Jahresende geht die Plattform nach 22 Jahren vom Netz.

Die Plattform ReSI hat 22 Jahre lang über das Geschehen in der Region berichtet. Foto: Gahleitner
Die Plattform ReSI hat 22 Jahre lang über das Geschehen in der Region berichtet. Foto: Gahleitner

Man habe die Notbremse gezogen, begründet Obmann Thomas Neundlinger das Aus. Denn es waren vor allem gesetzliche (vor allem wegen dem Datenschutz) und sicherheitstechnische Erfordernisse, die den Verein zur Einstellung der Online-Plattform bewogen haben. Die finanzielle Herausforderung wäre zu groß gewesen.

Dazu kommt die Personalsituation: „Wir waren zum Schluss drei Leute, die für ReSi gearbeitet haben“, informiert Neundlinger, der selbst von Anfang an dabei und auch Vereinsobmann der ersten Stunde war.

Pioniere am Werk

Die ResI-Gründer haben vor 22 Jahren Pionierarbeit geleistet. 1996 griff Wolfgang Hoffmann die Idee von Klaus Zerbs, damaliger Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer OÖ, auf und gründete das Regionale Informationssystem. 1997 folgte der Verein ReSI, der die Internetplattform seither ehrenamtlich führt. „Das waren spannende Zeiten, denn wir hatten damals auch keine gescheite ISDN-Verbindung“, erinnert sich Neundlinger. „Auf der Cebit sind wir dann auf Funkanbieter gekommen und so ist der Breitbandanbieter netpark daraus entstanden.“

10.000 registrierte Nutzer

Zwecks Informationsbeschaffung haben die ReSI-Redakteure Gemeinden abgeklappert, viele Vereine haben auch selbst Beiträge online gestellt. 33.200 Artikel finden sich im Archiv, zuletzt waren 10.000 Nutzer registriert. Besonders gut angenommen wurden der regionale Veranstaltungs-Kalender und der Tauschbasar. Zum Schluss seien die Beiträge aber immer weniger und die Arbeit immer mühsamer geworden, sagt Thomas Neundlinger. Er ergänzt: „Wir stehen keinem im Weg, wenn es jemand übernehmen will. Ansonsten geht mit Ende des Jahres alles vom Netz.“


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