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HOFKIRCHEN. Know-how aus Österreich kommt in Südamerika gut an: Bei der größten internationalen Fachmesse für Wasserkraft in Chile wurde Global Hydro als bester Turbinenlieferant ausgezeichnet.

  1 / 3   Die beiden Präsidenten der Apemec Pedro Matthei (l.) und Juan Francisco (r.) überreichten Global Hydro-Sales Manager Manfred Brichta die Auszeichnung als bester Turbinenlieferant. Foto: Global Hydro Energy GmbH

Seit dem Markteinstieg in Chile im Jahr 2009 gelang es dem Unternehmen mit Sitz an der Donau in Niederranna (Gemeinde Hofkirchen) die Marktführerschaft bei neu errichteten Kleinwasserkraft-Anlagen zu erobern. Marius Hager, geschäftsführender Gesellschafter bei Global Hydro sieht zwei wesentliche Gründe für die positive Entwicklung: „Wir können unseren Kunden die mit Sicherheit beste Technik anbieten. Außerdem war es wesentlich, frühzeitig auf diesen Exportmärkten lokale Strukturen für Vertrieb, Service und Ersatzteilversorgung aufzubauen“, ist er überzeugt. Die nun überreichte Auszeichnung ist für ihn „eine tolle Bestätigung unserer Strategie.“

Südamerika bleibt für Global Hydro einer der wichtigsten Wachstumsmärkte. Der Spezialist für Kleinwasserkraftwerke sieht auf dem lateinamerikanischen Kontinent mittelfristig ein Marktpotenzial von rund 50 Millionen Euro jährlich.

Wasserkraft boomt - nur nicht in Österreich

Generell schätzt man beim Mühlviertler Unternehmen mit 142 Mitarbeitern die internationale Marktsituation positiv ein: Die Erreichung der Kyoto-Ziele, der Ausstieg aus der Atomkraft und CO2-Zertifikate sind wesentliche Treiber der Nachfrage nach Kleinwasserkraft als erneuerbarer Energiequelle. In Europa beeinflussen die Förderprogramme der einzelnen Länder die Nachfrage sehr stark, wie der Geschäftsführer erklärt: „In den südosteuropäischen Staaten entsteht aufgrund der Privatisierung der Kleinwasserkraft erheblicher Modernisierungsbedarf, dies sorgt natürlich für entsprechende Nachfrage. Auch die Förderprogramme in Schweden und Norwegen beleben den Markt.“ Langwierige bürokratische Genehmigungsverfahren und kaum zu erfüllende Auflagen machen die Rentabilität und Finanzierung von Neuauflagen aber insgesamt am europäischen Markt immer schwieriger.

Auch für den Heimatmarkt Österreich sieht Marius Hager wenig Perspektiven. „Die niedrigen Einspeistarife verhindern hier jede vernünftige Entwicklung.“ In Österreich erhält man je Kilowattstunde zwischen 3,5 und 5 Cent, in Chile sind es satte 19 Cent. Die Exportquote bei Global Hydro liegt bei 90 Prozent.


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