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Studentenreiterin aus Kirchberg holte mit ihrem Team zwei Siege für Österreich

Martina Gahleitner, 13.01.2017 12:30

KIRCHBERG. Anna Reitetschläger sitzt auf dem Pferderücken, seit sie denken kann. Mit ihren Turnierponys feierte sie ebenso schöne Erfolge, wie mit Großpferden. Klar also, dass die junge Kirchbergerin auch bei den österreichischen Studentenreitern gerne willkommen war. Jetzt holte sie mit ihrem Team den ersten großen Erfolg für Österreich.

  1 / 3   Anna Reitetschläger (Mitte) mit Fiona Hönigschnabl (r.) und Katharina Wildling (l.): Nach dem Erfolg in der Silver-League steigt das Team in die Gold-League auf. Foto: Team Österreich

„Holland war der Wahnsinn“, bringt es Anna auf den Punkt. Holland – das bedeutet für sie die World-Finals des internationalen Studentenreiter-Verbandes, bei dem die österreichische Mannschaft die Mannschaftswertung in der Dressur und auch in der kombinierten Wertung gewinnen konnte. „Wir wussten, dass es schwierig wird, da jedes Land seine absolut besten Reiter schickt. In der Dressur hatte ich leider Pech und schaffte es um einen Punkt nicht in die nächste Runde. Am Ende belegte ich aber den guten zehnten Platz. Im Springen hatte ich zwei Top-Pferde und musste mich lediglich dem späteren finnischen Sieger geschlagen geben“, erzählt die Studentin, die, wenn sie nicht gerade im Sattel sitzt, eine Ausbildung zur psychiatrischen/neurologischen Krankenschwester in Kombination mit einem Pflegewissenschaftsstudium macht.

Aufstieg in Gold-Liga

Dank dieses Gesamtsieges in der Silver League startet das Österreich-Team mit der Mühlviertlerin in der nächsten Saison in der Gold League. „Besser geht“s nicht“, freut sich Anna. Heuer wird es für sie quer durch Europa gehen – zu Turnieren in Belgien, Rumänien, Deutschland oder der Schweiz.

Geritten wird nur mit unbekannten Pferden

An dieser Stelle gehört einmal das System der Studentenreit-Turniere erklärt. Denn diese unterscheiden sich grundlegend von „normalen“ Turnieren. Während sonst jeder Reiter mit seinem eigenen Pferd an den Start geht, reiten die Studenten ausschließlich auf ihnen unbekannten Pferden, die ihnen zur Verfügung gestellt und zugelost werden. Gerade einmal fünf Minuten bleiben dem Reiter in der Dressur, um sich auf das fremde Pferd einzustellen; beim Springen sind es zwei Probesprünge. „Grundsätzlich ist dieses System extrem schwierig. Aber gerade das macht für mich den Reiz aus. Denn erst da sieht man, wer Gefühl beim Reiten beweisen kann und wer Talent hat. Aber natürlich kommt es auch viel auf Glück an, ob einem das Pferd liegt oder nicht, oder ob es gut ausgebildet ist“, sagt Anna Reitetschläger.

Sie will sich heuer noch einer Hereausforderung stellen: Das Fohlen ihrer Stute wird drei und jetzt kann die wirkliche Arbeit mit dem Tier beginnen. Ihr erstes eigenes Pony „Pumukel“ bekam sie übrigens mit zwei Jahren und es gibt den mittlerweile alten Herren noch immer.

Die Studentenreiter Österreich treffen sich monatlich beim Stammtisch, meist in Wien. Der nächste findet am 27. Jänner (20 Uhr) im Irish Pub „Four Bells“ statt. Aktuelle Infos zum Verein gibt es laufend auf der Facebook-Seite „Studentenreiter Österreich“. Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen.


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