Einsatzkräfte trainierten schwierige Rettung nach Unfall im Kremstal
INZERSDORF. Das Rote Kreuz Kirchdorf sowie die Feuerwehren Lauterbach und Inzersdorf übten am Mittwoch die Rettung mehrerer Verletzter nach einem komplexen Verkehrsunfall bei Forstarbeiten.

Die Übungsannahme: Ein Traktor war damit beschäftigt, Baumstämme aus einem Waldstück zu ziehen. Ein herannahender Pkw kollidierte auf einem Forstweg mit den Holzstämmen. Durch den heftigen Aufprall verlor der Lenker die Kontrolle über das Fahrzeug.
Der Wagen stürzte rund 50 Meter über den Forstweg ab und blieb schließlich seitlich zwischen einem Baum und einer Böschung liegen.
Spaziergängerin eingeklemmt
Das angenommene Unfallgeschehen betraf nicht nur die Insassen des Pkw. Durch die Kollision wurden mehrere Baumstämme weggeschleudert. Eine vorbeikommende Spaziergängerin wurde im Beinbereich eingeklemmt und schwer verletzt.
Einsatzkräfte an mehreren Stellen gefordert
Für die Einsatzkräfte entstanden dadurch mehrere Einsatzstellen, die parallel abgearbeitet werden mussten. Ein Teil der Feuerwehr kümmerte sich gemeinsam mit dem Roten Kreuz um die verletzte Spaziergängerin. Gleichzeitig wurde die Unfallstelle abgesichert und die technische Rettung vorbereitet.
Mit Hebekissen und hydraulischem Rettungsgerät konnten die Feuerwehrkräfte die eingeklemmte Person möglichst schonend befreien. Danach übernahm das Rote Kreuz die weitere medizinische Versorgung.
Fahrzeug musste zuerst gesichert werden
Parallel dazu arbeiteten weitere Einsatzkräfte an der Rettung der zwei Insassen aus dem abgestürzten Fahrzeug. Wegen der schwierigen Lage des Pkw musste das Auto zuerst umfangreich gesichert werden, damit gefahrlos gearbeitet werden konnte. Ein
Notfallsanitäter des Roten Kreuzes stieg als sogenannter innerer Retter in das Fahrzeug ein und betreute die Verletzten bereits während der laufenden Maßnahmen.
Dach entfernt
Für eine möglichst schonende Rettung entschieden sich die Einsatzkräfte, das Dach des deformierten Fahrzeugs zu öffnen. Mit einer Säbelsäge wurde das Dach entfernt, wodurch ausreichend Platz für die patientengerechte Bergung geschaffen wurde. Anschließend wurden die beiden Personen dem Rettungsteam übergeben und weiter versorgt.


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