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SCHLIERBACH. Nach ihrem eindrucksvollen historischen Familienroman „Gesicht im blinden Spiegel“ kann dessen Motto, nämlich einen Menschen und sein Schicksal vor dem Vergessen zu retten, auch für das jüngste Werk Brita Steinwendtners „An den Gestaden des Wortes“ gelten. Wieder siedelt sie das Erzählte zu einem Teil im Bezirk Kirchdorf an.

Brita Steinwendtner liest in Schlierbach. (Foto: David Sailer)
Brita Steinwendtner liest in Schlierbach. (Foto: David Sailer)

Nach der Schmiedleithen in Leonstein sind es nun das Austraghaus des Sturmguts in Hinterstoder und die Landschaft des Toten Gebirges. Hier schreibt Brita Steinwendtner einen Gutteil des dritten Bandes ihrer Dichterlandschaften. Wieder handelt es sich um besondere Orte, an denen sie Dichter (auf-) sucht, um sich meist in Gesprächen und gehend deren Werk zu nähern. Anders als früher jedoch, erfolgt die Begegnung zwar in den entsprechenden Landschaften – in Bordeaux, in Salzburg, an der Ostsee, in Syrakus und anderen mehr –, aber diesmal tritt sie in den Dialog mit verstorbenen Dichtern: unter anderen mit Adalbert Stifter, Friedrich Hölderlin, Tania Blixen und Ilse Aichinger.

Nach Reisen quer durch Europa mit ihrem Mann gelingen Steinwendtner zwölf wunderbare Porträts, in denen sie sehr persönlich ihre eigene Biografie mit Leben, Werk und Landschaft der Dichter auf unnachahmliche Weise verschränkt. Selbst Dichterin, erwandert sie mit großer Empathie deren ambivalente Schicksale, die dem politischen, gesellschaftlichen und historischen Rad der Zeit nicht entfliehen können, aber im Schreiben überleben.

Lesung in Schlierbach

Auf Einladung der Literarischen Nahversorger liest Brita Steinwendtner am Freitag, 21. Oktober, um 20 Uhr (Einlass: 19 Uhr) im Panorama Stift Schlierbach. Eintritt: zehn Euro / vier Euro (Schüler und Studenten)


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