Susanne Gregor liest in Schlierbach aus "Wir werden fliegen"
SCHLIERBACH. Auf Einladung der Literarischen Nahversorger liest Susanne Gregor am Freitag, 8. März, um 20 Uhr im Theatersaal Schlierbach. Einlass ist um 19 Uhr bei Käse und Wein. Eintritt: zwölf beziehungsweise fünf Euro

„Im Weglaufen war er geübt, genauso aber im Zurückkehren“, weiß Miša über ihren Bruder Alan. Beide Figuren aus Susanne Gregors neuem Roman kennt man bereits aus ihrem Buch „Das letzte rote Jahr“ (2019). Damals, 1989, kurz vor dem Untergang des sozialistischen Regimes in der Slowakei, ist Alan in den Westen geflohen. In „Wir werden fliegen“ ist er neuerlich verschwunden und Miša stellt auf ihrer Suche nach ihm fest, dass nicht nur Alan ein anderer geworden ist, auch sie selbst hat ja einen ganz anderen Weg eingeschlagen, als man es von der 14-Jährigen einmal gedacht hat.
Susanne Gregor, 1981 in Žilina (Tschechoslowakei) geboren, kam 1990 mit ihrer Familie nach Wartberg an der Krems und konnte damals kein Wort Deutsch. Nach der Matura im Gymnasium Kirchdorf studierte sie Germanistik und Publizistik in Salzburg. Seit 2005 wohnt sie in Wien. „Wir werden fliegen“ ist ihr vierter Roman. Autobiographisch und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, handelt er vom Leben nach dem Weggehen, aber auch von jenen Menschen, die geblieben sind, und von der Frage danach, wo Heimat ist. Es ist ein sensibler Roman über eine Geschwisterbeziehung genauso wie über die Suche nach Identität.
Mehr zu lesen in Autorin Susanne Gregor: „Ich hatte das Gefühl, ein Fremdling zu sein“


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