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EDLBACH/ROSENAU/MOLLN. Stille – nur das leise Rauschen der Bäume – ist bei der Wanderung durch die Wildnis im Nationalpark Kalkalpen zu hören. Ohne Eingriffe der Menschen ist Natur pur erlebbar.

  1 / 2   Bernhard Sulzbacher und Hans Kammleitner (v. l.) von den Bundesforsten inmitten der Waldverjüngung im Wildnisgebiet des Nationalparks Kalkalpen. Foto: Egelseder

Auf 75 Prozent der Fläche des Nationalparks Kalkalpen, das entspricht rund 15.000 Hektar, greift der Mensch nicht mehr ein. Natur darf hier Natur sein. Sie hat die Chance, sich nach mehreren Jahrhunderten intensiver menschlicher Einflussnahme wieder frei zu entwickeln.

Der Nationalparkbetrieb der Bundesforste fördert seit rund zwei Jahrzehnten die Entwicklung zur Waldwildnis. Beobachten, Interessen ausgleichen und Schutz der Nachbarn sind zentrale Herausforderungen.

Die Orkane Kyrill und Emma warfen 2007 und 2008 rund 35.000 Fichten und beschädigten unzählige weitere. Der Fichten-Borkenkäfer vermehrte sich aufgrund der vielen geschwächten Bäume rasant. Er befiel 2009 und 2010 rund 190.000 Fichten. „Der Borkenkäfer ist nicht nur schädlich, er ist ein Walderneuerer“, erklärt Nationalpark Forstmeister Hans Kammleitner von den Bundesforsten. Durch die Lücken in den Wäldern dringt Licht auf den Boden und junge Bäume können sich entwickeln. Die Folge ist eine Vielfalt an Baumarten mit Alters- und Höhenunterschieden.

Totholz ist ein Lebensraum

Die abgestorbenen Bäume bilden reichhaltige Strukturen, welche den Artenreichtum in der Tier- und Pflanzenwelt enorm fördern. Von rund 13.000 im Wald lebenden Pflanzen-, Pilz- und Tierarten sind etwa 4500 im Laufe ihrer Entwicklung auf Totholz angewiesen.

Aufgaben der Bundesforste

Knapp 21.000 Hektar umfasst der Nationalpark Kalkalpen, rund 90 Prozent davon werden von den Bundesforsten eingebracht. Die Mitarbeiter kümmern sich um Naturschutzmaßnahmen, das Wald- und Wildtiermanagement, den Gebietsschutz, die Erhaltung von Themenwegen und Nationalparkstützpunkten und unterstützen bei der Besucherbetreuung.

Am Weg zur Waldwildnis

Wer in die wilde Waldlandschaft eintauchen möchte, kann sich mit Nationalpark Rangern „Am Weg zur Waldwildnis“ aufmachen. Die nächsten Termine sind am 18. Juli, 22. August, 8. September und 10. Oktober, Anmeldung am Panoramaturm Wurbauerkogel unter Tel.: 07562/20046


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