In der Luft ist Platz genug, doch die Startmöglichkeiten sind begrenzt

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Ein Hängegleiter, auch Drachenflieger genannt, beim Starten vom Sender Kleinerberg. (Foto: Privat)
Ein Hängegleiter, auch Drachenflieger genannt, beim Starten vom Sender Kleinerberg. (Foto: Privat)
Sophie Kepplinger Sophie Kepplinger, Tips Redaktion, 16.02.2021 18:49 Uhr

MICHELDORF IN OÖ/WINDISCHGARSTEN/HINTERSTODER. Während die Anzahl der Flugbegeisterten zunimmt, ist die Auswahl an offiziellen Start- und Landemöglichkeiten im Bezirk für Para- und Hängegleiter begrenzt. Warum diese aber unabdingbar sind, erklären die Obmänner der heimischen Flugvereine.

Geduldig wartet der Paragleiterpilot darauf, dass der Windsack am Startplatz die perfekten Startbedingungen anzeigt. Als auch die bereits wartenden Fliegerkollegen einstimmig „Geht!“ schreien, läuft er auf der frisch gemähten Wiese bergab, bis der Schirm trägt und seine Füße vom Boden abheben. Fliegen ist dabei für viele der Inbegriff von Freiheit. Doch dieses Freiheitsgefühl ist nicht so frei, wie es auf den ersten Blick scheint: Es braucht eine gewisse Infrastruktur. „Startplätze und Landeplätze sind wichtig, um die Sicherheit der Piloten zu gewährleisten“, betont Wolfgang Wirtl, Obmann des ersten oberösterreichischen Drachenflieger- und Paragleiter-Clubs.

Obmann des Vereins Skybird Kremstal in Sorge um Mitgliederzahlen

Der seit 1975 bestehende Verein „Skybird Kremstal“ beläuft sich mittlerweile auf 220 Mitglieder, wobei die normalerweise konstante Zahl derzeit dem Ungewissen entgegenblickt. „Die Erlaubnis, den Startplatz “Kronbauer/Hauserbauer„ in Steinbach am Ziehberg zu nutzen, ist durch einen Wechsel des Pächters leider zurückgenommen worden“, berichtet Wirtl. Normalerweise werde jährlich der Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. „Herrscht Ostwind, ist nur auf diesem Startplatz ein Fliegen möglich. Viele unserer Mitglieder sind deswegen bei unserem Verein.“ Nun befürchtet der Vereinsobmann, dass viele Piloten den Verein verlassen. Hinzu kommt, dass auch der „Landeplatz 2“ unterhalb des Mitterweges bis auf Weiteres gesperrt ist. Ein Trost für den Vereinsobmann ist, dass zumindest die Startplätze „Süd“ und „Hirschwaldstein“ für die kommenden Jahre gesichert sind: „Hier wird der Vertrag ebenfalls jedes Jahr besprochen und verlängert. Da gibt es keine Pro­bleme.“

HPGC Garstnertal – Flug vom Sender zur Villa

Dass das Fluggelände eines Flugvereins so ausschlaggebend wie auch arbeitsintensiv ist, zeigt der Hänge- und Paragleiter Club Garstnertal (HPGC). Die rund 100 Vereinsmitglieder genießen den vielseitigen Startplatz am Sender Kleinerberg im Gemeindegebiet von Rosenau. Die guten Bedingungen am Kleinerberg sind unzähligen Arbeitseinsätzen und einem großen Umbau des Geländes 2008 zu verdanken. „Früher war der Startplatz am Sender für Drachenflieger ausgelegt, 2008 haben wir ihn dann so adaptiert, dass auch Paragleiter starten können“, erzählt Vereinsobmann Gabriel Reiter. Doch was wäre ein Startplatz ohne sichere Möglichkeit zum Landen? Direkt vom Sender Kleinerberg aus ist der Landeplatz bei der Villa Sonnwend erkennbar. Zur Not gibt es auch vor dem Panoramaturm eine Landemöglichkeit.

Startplatz am Sender Kleinerberg

Angst um den Verlust des Startplatzes hat im Garstnertal keiner: „Den Startplatz haben wir von den Österreichischen Bundesforsten gepachtet und für die kommenden 20 Jahre haben wir auch die Rodungsgenehmigung“, so der Vereinsobmann. „Der Landeplatz, den wir benützen dürfen, ist Privateigentum. Dass wir den haben, ist unglaublich wertvoll“, betont er. Denn die Lage des Landeplatzes sei gerade für unerfahrene Piloten gut und leicht zu erreichen. „Das kann nur ein Verein stemmen und gemeinsam bieten“, weiß Reiter. Wer nun in der kommenden Flugsaison einmal den Ost-, West- oder Südstartplatz am Sender Kleinerberg testen will, hat mit dem Bezahlen einer Tagesmitgliedschaft von fünf Euro die Möglichkeit dazu. Die Auffahrt mit dem Auto ist nicht gestattet, doch bietet der Club gemeinsame Auffahrtsmöglichkeiten im Vereinsbus an.

Flugschule in Hinterstoder sorgt für Nachwuchs

Dafür, dass die Anzahl der Flugbegeisterten auch weiterhin steigt, sorgt die Flugschule in Hinterstoder. Im Fluggebiet Stodertal kann mit der Bergbahn zum „Startplatz Nord“ oder „Startplatz West“ auf der Höss gefahren werden. Gelandet wird auf der großen Wiese neben dem Gemeindeamt. „Die Flugschule hat in Hinterstoder die Startplätze und Landewiese gepachtet. Dort darf, solange der Schulungsbetrieb nicht gestört wird, jeder starten“, erklärt Flugschulinhaberin Daniela Altmann. „Das Schlimmste, was passieren könnte, ist, dass das Paragleiten verboten wird, weil alle kreuz und quer fliegen und starten, wo sie wollen. Dem wollen wir entgegenwirken“, betont sie.

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