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ST. PANKRAZ. Derzeit werden im Rahmen einer Bürgerinitiative Unterschriften gegen den geplanten Ausbau der Pyhrnbahn im Bereich Hinterstoder–Vorderstoder/Pießling gesammelt.

Stefan Bankler mit Schildern, die auf die Bürgerinitiative hinweisen. (Foto: Privat)
Stefan Bankler mit Schildern, die auf die Bürgerinitiative hinweisen. (Foto: Privat)

Der 17,5 Milliarden Euro schwere ÖBB-Rahmenplan, welcher 2021 bis 2026 realisiert werden soll, sieht den Ausbau zwischen dem Bahnhof Hinterstoder und dem ehemaligen Bahnhof Pießling vor. Derzeit arbeiten die ÖBB an der Planung zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für diesen zweigleisigen Ausbauabschnitt, der sich auf rund acht Kilometer beläuft und die Errichtung von fünf Talübergängen vorsieht. Ein Gesamtkonzept dahinter fehle allerdings, meint die neu aufgestellte Bürgerinitiative in St. Pankraz. „Vor etwa fünf Jahren wurden die Brücken über den Stausee und Teichl für nur ein Gleis neu errichtet. Jetzt soll es mit viel Verbauung zweigleisig, aber nicht minder kurvig, weitergehen. Doch ein Gesamtkonzept konnte auf unsere Nachfrage hin keines vorgelegt werden“, berichtet OÖVP-Ortsparteiobmann Stefan Bankler, der die Unterschriftensammlung gemeinsam mit den anderen Ortsparteien initiierte. Wenn die nötigen 200 Unterschriften eine Stellungnahme im Rahmen der UVP ermöglichen, werde die Ini­tiative ein ordentliches Konzept fordern.

Zeitersparnis von zwei Minuten

Neben dieser Forderung empfinden die Vertreter der Bürgerinitiative den Ausbau auch als ungerechtfertigt: „Der Ausbau dieser acht Kilometer verschafft eine Zeitersparnis von gerade mal zwei Minuten.“ Zudem betreffe die geplante Route auch die Existenz vieler landwirtschaftlicher Betriebe, betont Bankler. Seitens des Ministeriums sei der Ausbau aber ein wichtiger Schritt: „Die zweigleisigen Abschnitte sind genau dort vorgesehen, wo konkrete Begegnungen von Zügen stattfinden werden. Damit erhöhen wir die Kapazität auf der Strecke deutlich.“ Dem Vorschlag der Bürgerinitiative, gleich einen Tunnel durch das Sengsengebirge zu bauen, durch den die Strecke zweigleisig geführt werden kann, entgegnet ein Vertreter des Ministeriums: „Ein Schließen der eingleisigen Lücken wird künftig möglich sein, ohne die derzeit getätigten Investitionen abändern zu müssen.“


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