Sie sind neugierig, friedlich und meist auf der Suche nach Leckerlis

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Normalerweise bleiben Alpakas auf Abstand – nicht aber bei Karin Zeller. (Foto: Sophie Kepplinger)
Sophie Kepplinger Sophie Kepplinger, Tips Redaktion, 04.05.2021 13:23 Uhr

KLAUS AN DER PYHRNBAHN. Begonnen hat es mit einem Grundkurs über Alpakazucht. Mittlerweile kümmert sich Familie Zeller um eine ganze Herde – und hat dabei für jedes einzelne der 38 Alpakas einen Namen.

Ist man auf der B138 zwischen Micheldorf und Klaus unterwegs, lohnt sich ein Blick aus dem Fenster: Mit etwas Glück sind die Alpakas der Familie Zeller zu sehen, die vor dem Bergpanorama genüsslich ihre Siesta halten. „Sie sind eigentlich recht pflegeleicht, halten Mittagsrast und brauchen nur Heu und Wasser“, erzählt die zertifizierte Alpakazüchterin Karin Zeller, während sie durch den Stall führt. Einst im Besitz der Herrschaft Pernstein, ist der Biohof Preinpoint in Klaus nun Zuhause von 38 Alpakas. Das jüngste Tier ist erst wenige Wochen alt und läuft noch dicht hinter seiner Mutter her. „Unserem jüngsten Alpaka haben wir nach langem Überlegen den Namen Thorin gegeben“, verrät Christian Zeller, der damit schon durchscheinen lässt, dass die Lindenboden Alpakas keinesfalls auf ihre Wolle reduziert werden. „Jedes Tier hat einen Namen und in gewisser Weise auch eine eigene Persönlichkeit“, sagt der zertifizierte Alpakazüchter, der die vermeintlich gleich aussehenden Alpakas mühelos unterscheiden kann. „Wir hängen an jedem Tier und richten unsere Arbeit hier am Hof nach dem Wohl der Alpakas aus“, betont der 51-Jährige. Und diese Arbeit ist vielseitig: Neben der Alpakazucht bietet Familie Zeller auch Spaziergänge und Fotoshootings mit ihren Alpakas an, vermittelt Interessierten die Grundlagen der Zucht, vermietet ihren Seminarraum und betreibt einen eigenen Hofladen.

Von Wolle, Hausschuhen und wohlig warmen Bettdecken

Die Alpakas dürfen einmal jährlich zum Frisör, meist Anfang Mai. Die daraus resultierende Alpakawolle, das sind ungefähr drei bis vier Kilogramm pro Tier, ist in drei Qualitätsstufen eingeteilt: Die Fasern vom Rücken, dem Bauch und der Hüfte des Tieres sind am feinsten und werden für Strickwolle verwendet. Hier ist Karin Zeller besonders stolz auf die erkennbare Verbindung von Tier und Produkt: „Wenn ich mir ein Wollknäuel anschaue, weiß ich genau – ah, die ist von unserer Alpakadame Mia!“ Die zweite Qualität, Fasern von Hals und Beinen, eignet sich vor allem für Bettdecken und Polster. Die kurzen Haare von den Füßen der Tiere, die dritte Qualität, werden zu Sitzpolstern oder Einlagen verarbeitet. Wer jetzt an juckende Pullover denken muss, sei beruhigt: „Die Alpakawolle zeichnet sich dadurch aus, dass sie antiallergen ist und nicht kratzt“, erklärt Karin Zeller.

Der Traum vom Vollzeit-Alpakazüchter

„Der erste Tag, an dem ich Vollzeit mit den Tieren arbeiten kann, wird der beste überhaupt“, verrät der Alpakazüchter lachend. Tatsächlich ist der Hof für Familie Zeller ein Nebengewerbe. Christian Zellers Tante, Herta Lattner, lebt allerdings im angrenzenden Haus und hat rund um die Uhr ein Auge auf die Tiere. Auch Karin und Christian Zeller sind so oft wie möglich vor Ort. „Manchmal gibt es dann auch ein Leckerli“, verrät Karin Zeller. Das erklärt auch, warum die sonst so scheuen Tiere bei den beiden Alpakazüchtern auf Kuschelkurs gehen und die Nase vertraut in die Jackentaschen stecken.

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