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Mit viel Geduld und Liebe zum Detail bastelt Katrin Limberger Grußkarten und Geschenke

Susanne Winter, MA, 05.05.2021 16:01

MICHELDORF IN OÖ. Ist ein Stift in Reichweite, dann ist kein Schnipsel mehr vor Katrin Limberger sicher. Die Micheldorferin schnipselt und kritzelt liebend gerne.

Katrin Limberger mit einigen ihrer Werke an ihrem Arbeitsplatz (Foto: Winter)
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Glückwunschkarten, Gutscheine, Etiketten, Urkunden, Deko, Accessoires und vieles mehr fertigt Katrin Limberger mit viel Liebe zum Detail und großer Geduld. Die kreative Micheldorferin hat immer schon gerne gezeichnet und mit verschiedenen Materialien experimentiert. „Ich bin ein neugieriger Mensch, was das Handwerk angeht und probiere gerne Neues aus“, erzählt die 41-Jährige. Glückwunschkarten aus dem Handel haben ihr nie besonders gefallen, deshalb bastelt sie ihre Karten lieber selbst. Freunde und Familie erhalten jedes Jahr zu Weihnachten eine persönliche Karte, wobei Katrin Limberger Materialien und Stil gerne abwechselt.

Nebenberufliche Bastlerin

Im Hauptberuf ist die dreifache Mutter Ergotherapeutin. Zu Beginn der Corona-Krise reifte ihr Entschluss, mehr aus ihrem Hobby zu machen. Seit Dezember bietet Katrin Limberger einige ihrer Werke in ihrem Onlineshop „Schnipselkritzler„ an, wobei vieles auch individualisierbar ist. Alle Produkte, die nicht gedruckt sind, sind Einzelstücke. „Ich habe aber auch selbst entworfene Schablonen beispielsweise für Schriftzüge“, erzählt die Bastlerin. Beim Schnipseln und Kritzeln kann sie richtig abschalten. „Das ist meine Psychohygiene. Währenddessen habe ich oft viele kreative Ideen, auch für den Alltag“, sagt die Micheldorferin.

Künstlerische und kreative Gestaltung als Spielereien

Das Handwerk hat sie sich selbst angeeignet und manches in Kursen und Workshops erlernt. Einige Werke digitalisiert sie auch und entwirft beispielsweise Logos für verschiedenste Projekte. „Künstlerische und kreative Gestaltung, auch digital, sind meine Spielereien“, so die Künstlerin augenzwinkernd.

Natur als Inspiration

Für ihre Ideen geht Katrin Limberger gerne auf Inspirationssuche ins Internet und in die Natur. „Blumen finde ich viele draußen in der Natur. Vor allem in Bezug auf Farbverläufe ist die Natur eine Inspiration“, erzählt die 41-Jährige: „Ich achte aber darauf, nichts abzukupfern und bringe in jedes Kunstwerk meine eigene Handschrift ein.“

Recycling von Materialien

Verschiedene Materialien zu kombinieren, gefällt der Bastlerin besonders gut, dabei greift sie nicht immer zu Neuem: „Man kann aus jedem Material wieder etwas Neues machen und Altes recyceln.“ So verwendet sie beispielsweise Spitzerreste von Stiften für die Gestaltung von Grußkarten.

Aufwändige Arbeiten

Zu den aufwändigeren Arbeiten zählen Papercut-Karten (Glückwunschkarten) mit fünf bis sechs verschiedenen Ebenen, die beispielsweise den Lebensweg eines Jubilars aufzeigen. „Das ist meine geheime Leidenschaft“, sagt Katrin Limberger, die in so ein Werk schon mal eine reine Arbeitszeit von sieben Stunden hineinsteckt. Auch 3D-Objekte sind aufwändiger, wie beispielsweise eine Pusteblume mit 15 Einzelstücken aus Papier, die ineinander stecken, damit möglichst wenig geklebt wird.

Besonders schön, aber auch arbeitsintensiv sind Karten mit Effekt, beispielsweise eine Explosionsbox, das ist eine Klappkarte, an der Limberger länger tüfteln muss. Eine der aufwändigsten Arbeiten war eine Weltkugel in Größe eines Wasserballes, die als Geschenk-Gutschein für eine Reise nach Hamburg dienen sollte, verziert mit Flugzeug und Sehenswürdigkeiten der Stadt. „Daran habe ich eine Woche lang gearbeitet, mit rund fünf Stunden reiner Arbeitszeit“, verrät Katrin Limberger: „Schreiben und Malen ist Übung, aber man braucht dazu viel Geduld.“ Das wissen auch ihre drei Töchter, die ebenfalls sehr kreativ sind und gerne experimentieren.

Individuelle, besondere Geschenke

Kunden, die ihre Werke kaufen, „schätzen Hangefertigtes, sehen das Besondere darin und wollen Menschen, die ihnen wichtig sind, etwas Individuelles, Besonderes schenken.“ In Zukunft möchte sich Katrin Limberger vermehrt mit der digitalen Erstellung von Grafiken und der Typografie beschäftigen. „Auch mit klassischer Kalligrafie will ich mehr arbeiten, eventuell in Kombination mit Aquarell,“ sagt die Künstlerin und verrät auch ihren Traum: „ein Buch zu illustrieren oder einen eigenen Kalender zu gestalten.“


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