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Kaninchen und Meerschweinchen sind gesellige Tiere

Susanne Winter, MA, 11.02.2022 14:01

STEINBACH AM ZIEHBERG. Kaninchen und Meerschweinchen sind soziale Gruppentiere und brauchen mindestens einen arteigenen Artgenossen, informiert das Tierparadies Schabenreith. Das Tierheim in Steinbach am Ziehberg nahm deshalb ein einsames Widderkaninchen auf, dessen Gefährte kürzlich gestorben war.

Die einsame Widderkaninchendame "Blue" hat ein neues Zuhause im Tierparadies Schabenreith gefunden, da ihr Gefährte gestorben ist. (Foto: Tierparadies Schabenreith / Hofner)
Die einsame Widderkaninchendame "Blue" hat ein neues Zuhause im Tierparadies Schabenreith gefunden, da ihr Gefährte gestorben ist. (Foto: Tierparadies Schabenreith / Hofner)

Tierheimleiter Harald Hofner berichtet: „Die Halter hatten in der Vergangenheit immer wieder weitere Kaninchen adoptiert sobald eines gestorben war, jedoch jetzt keine Möglichkeit mehr dazu. Damit die Widderkaninchendame ,Blue' nicht alleine bleiben muss, fand sie nun bei uns im Tierparadies Schabenreith ein neues Zuhause.“

Ausreichend Platz ist ein Muss, keine Einzel- und Käfighaltung

Das Tierheim informiert über artgerechte Haltung. Kaninchen und Meerschweinchen dürfen keinesfalls alleine oder ausschließlich in Käfigen gehalten werden. Zumindest die männlichen Tiere sollten kastriert werden, um ungewollten Nachwuchs zu verhindern. Dabei ist unbedingt zu beachten, dass kastrierte Tiere noch einige Wochen zeugungsfähig bleiben. Beide Tierarten brauchen ausreichend Platz und Auslauf sowie ein abgesichertes naturbelassenes Außengehege mit Witterungsschutz, um sie vor Beutegreifern wie Fuchs, Marder oder Greifvogel zu schützen.

Kaninchen und Meerschweinchen als Spielgefährten für Kinder ungeeignet

Tierheimleiterin Doris Hofner-Foltin informiert: „Kaninchen und Meerschweinchen sind Fluchttiere und daher nicht als Kuschel- beziehungsweise Haustiere für Kinder geeignet. Wenn sie keine Fluchtmöglichkeit haben, bleiben sie völlig erstarrt sitzen. Wer Kaninchen und Meerschweinchen hochnimmt, löst damit diese Angststarre aus, die keinesfalls als Wohlbefinden interpretiert werden darf. Das Hochnehmen und Streicheln empfinden sie Tiere als unangenehm und sie haben oft Todesangst.“ Beide Tierarten sind sehr sensibel und anfällig für Krankheiten wie Verdauungsstörungen und Zahnprobleme. Wie bei allen Haustieren sollte eine Anschaffung sehr gut überlegt sein, die Tiere können zehn Jahre und älter werden. Es muss ihnen jederzeit frisches hochwertiges Heu zur Verfügung stehen, das den Hauptanteil der Nahrung ausmacht, sowie sauberes Wasser. Außerdem benötigen die Tiere viel frisches Gemüse, rohfaserreiche Gräser und gelegentlich Obst. Halter müssen für Futter hoher Qualität ohne Getreide, Aroma oder Zucker sorgen sowie für die regelmäßige Reinigung des Geheges und tierärztliche Betreuung.


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