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KREMSMÜNSTER. 23 Feuerwehren mit 285 Einsatzkräften und 38 Fahrzeugen übten einen Brand beim Tanklager der Firma RAG in Kremsmünster.

 (Foto: FF-Kremsmünster)
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Zur Sicherung der Energieversorgung Österreichs betreibt die Firma RAG in der Gemeinde Kremsmünster ein Pflichtnotstandreserven-Tanklager mit einem Fassungsvermögen von vier Tanks zu je 60.000 Kubikmeter Rohöl. Die Tanks sind mit redundanten Brandfrüherkennungssystemen und vollautomatischen Beschäumungsanlagen ausgestattet. Darüber hinaus sieht die Notfallplanung für nicht vorhersehbare Zwischenfälle einen umfassenden Einsatz der Feuerwehren vor.

Unter der Annahme, dass ein Tankbehälter in Vollbrand steht und zusätzlich Rohöl in die nahe gelegene Krems austritt, wurde eine Großübung durchgeführt. Die Herausforderung bestand darin, 23 Feuerwehren aus fünf Bezirken, mit 38 Fahrzeugen und 285 Einsatzkräften zu koordinieren.

Um 17 Uhr wurde die Feuerwehr Kremsmünster über die Brandmeldeanlage des RAG-Tanklagers in der Krift zu einem Brand alarmiert. Unter der Annahme, dass ein Tank in Vollbrand steht, veranlasste Einsatzleiter Abschnittsfeuerwehrkommandant Andreas Gegenleitner gemäß Sonderalarmplan die Alarmierung der 23 Feuerwehren aus den Bezirken Kirchdorf, Linz-Land, Steyr-Land, Wels-Land und Wels-Stadt.

Wasserversorgung aufgebaut

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte waren bereits alle stationären Löschsysteme in Vollbetrieb. Zwei Feuerlöschpumpen sicherten mit einer Leistung von 30.000 Litern pro Minute bei 10 bar Ausgangsdruck die Löschwasserversorgung.

Unabhängig der Löscherfolge durch die stationären Löschsysteme wurde ein umfassender Einsatz durch die anrückenden Feuerwehren gestartet. Die Einsatzleitung wurde gegenüber dem Tanklager beim Zentralengebäude eingerichtet. Die vier im Sonderalarmplan definierten Einsatzabschnitte wurden von den Fahrzeugen der Feuerwehren des Pflichtbereichs Kremsmünster besetzt. Ein reger Befehls- und Informationsaustausch zwischen den fünf Abschnitten und der Einsatzleitung wurde durch zwei Funker in der Einsatzleitung durchgeführt.

Auf Befehl des Einsatzleiters wurden in zwei Abschnitten je zwei Wasserwerfer mit einer Leistung von 4.000l/min pro Werfer und einer Wurfweite von 70 m in Betrieb genommen.

Die Not-Löschwasserförderung wurde nach der Alarmierung des Sonderalarmplans beauftragt, die Löschwasserförderung durchzuführen. In Summe wurden 16 Pumpenfahrzeuge zur Einspeisestelle im Tanklager geschickt, um Tragkraftspritzen und erforderliches Equipment abzuladen und anschließend im Bereitschaftsraum auf weitere Befehle zu warten. Mit den Tragkraftspritzen wurde der 2.000 Kubikmeter fassende Löschwasserbehälter gefüllt.

17 Atemschutztrupps

Die von LAST-Irndorf, MTF-Voitsdorf und ASF-Kirchdorf/Krems geführte Atemschutzsammelstelle koordinierte 17 Atemschutztrupps. Austausch und Transport der Atemschutztrupps wurde durch die im Bereitschaftsraum freien Fahrzeuge sichergestellt. Das Errichten einer Ölsperre in der Krems, um etwaig ausgeflossenes Öl aufzustauen und abzusaugen, wurden von der FF Sattledt mit Material von der RAG wahrgenommen.

Während den Löscharbeiten wurde angenommen, dass die Wasserwerfer ausfallen. Dadurch musste der Ausfall mittels Fahrzeugwasserwerfern und zwei Hubrettungsfahrzeugen kompensiert werden.

Nach zwei Stunden wurde eine der größten Übungen in Oberösterreich beendet. Diese wurde vom Führungspersonal der RAG, Vertretern des OÖ Landesfeuerwehrverbandes, den Bezirks- und Abschnittsfeuerwehrkommandanten der eingesetzten Feuerwehren und einem unabhängigen Beobachter mitverfolgt und der Übungserfolg bewertet.


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