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Steyrtaler Perchten pflegen Brauchtum und fertigen Masken in Handarbeit

Maya Lauren Matschek, 23.04.2026 16:00

STEINBACH/STEYR. Im Herzen des Steyrtals lebt ein jahrhundertealtes Brauchtum weiter, das zur Winterzeit vielerorts für Gänsehaut sorgt: die Perchtenläufe. Abseits dieses heidnischen Brauchtums sind die Steyrtaler Perchten Anfang Dezember auch als Nikolaus und Krampus unterwegs. Dafür wurden nun erstmals Krampusmasken in Eigenproduktion angefertigt. Zwei, die das Handwerk der Maskenherstellung perfekt beherrschen sind Dominik Deubl und Jürgen Ratzberger aus Steinbach an der Steyr.

Jürgen Ratzberger, Obmann der Steyrtaler Perchten und Obmann-Stellvertreter Dominik Deubl (v. l.) (Foto: Steyrtaler Perchten)

In aufwendiger Handarbeit entstehen bei ihnen Krampusmasken, die nicht nur optisch beeindrucken, sondern auch handwerklich höchste Qualität widerspiegeln. Ausgangspunkt jeder Maske ist ein Stück Lindenholz – ein Material, das sich aufgrund seiner feinen Struktur besonders gut bearbeiten lässt. Mit Schnitzeisen und Schnitzmesser formen die beiden Handwerker daraus Schritt für Schritt die charakteristischen Krampusgesichter: verzerrt, wild und zugleich detailreich. „Jede Maske hat ihren eigenen Charakter – das Holz gibt dabei oft schon die Richtung vor“, erklärt Dominik Deubl.

Doch mit dem Schnitzen allein ist es nicht getan. Damit die Masken auch tragbar sind, werden sie im Inneren sorgfältig mit Schaumstoff und Leder ausgepolstert. So entsteht nicht nur Stabilität, sondern auch ein gewisser Tragekomfort. Den Abschluss bildet das Einfassen mit gegerbtem Ziegenfell, das jeder Maske ihren unverwechselbaren Charakter verleiht. „Uns ist wichtig, dass die Masken nicht nur gut aussehen, sondern auch tragbar sind – schließlich sind sie ja auch im Einsatz“, betont Obmann Jürgen Ratzberger.


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