Nach Nahversorger-Aus setzt Steinbach an der Steyr auf Bürgerbeteiligung
STEINBACH AN DER STEYR. Nach der Schließung des letzten Lebensmittelgeschäfts in Steinbach an der Steyr arbeitet die Gemeinde intensiv an Lösungen für die Zukunft der Nahversorgung – und setzt dabei bewusst auf die Einbindung der Bevölkerung.

Aus einer gut besuchten Bürgerversammlung Mitte März hat sich ein 14-köpfiges Kernteam „Zukunft Nahversorgung Steinbach“ gebildet. Unter der Leitung von Vizebürgermeisterin Heidi Mitterhuber wird seither regelmäßig an konkreten Perspektiven gearbeitet.
Ziel ist es, gemeinsam mit den Bürgern herauszufinden, welche Angebote im Ort tatsächlich gebraucht werden – und wie diese langfristig tragfähig organisiert werden können.
Breite Bürgerbeteiligung geplant
Im Mai geht der Beteiligungsprozess in die nächste Runde: Bei mehreren themenspezifischen Arbeitskreisen sind unterschiedliche Bevölkerungsgruppen eingeladen, ihre Bedürfnisse und Ideen einzubringen – von Senioren über Familien bis hin zu Vereinen, Wirtschaftstreibenden und Direktvermarktern.
Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Was braucht Steinbach wirklich? Und welche Lösungen können gemeinschaftlich umgesetzt werden?
Begleitung durch Experten
Unterstützt wird der Prozess von der SPES Zukunftsakademie im Rahmen eines Agenda-21-Projekts. Experte Johannes Brandl begleitet die Gemeinde bei der Bedarfserhebung und zeigt Beispiele aus anderen Orten auf, die ähnliche Herausforderungen gemeistert haben.
Dabei wird auch hinterfragt, ob ein klassisches Kaufgeschäft in bisheriger Form weitergeführt werden kann oder ob neue, angepasste Modelle sinnvoller sind.
Neue Pächter für Freibad-Buffet
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen wurde auch an der Zukunft des Freibad-Buffets gearbeitet. „Im Gegensatz zu früher werden das Freibad-Buffet und der Nahversorger künftig unabhängig voneinander betrieben. Es wird also zwei 'getrennte' Pachten und Pächter geben“, erklärt Mitterhuber. Laut Jürgen Höllhuber, Obmann des Ausschusses für Sport und Freizeit, steht man hier bereits kurz vor der Unterzeichnung eines neuen Pachtvertrags: „Für die Nennung des Namens ist es jedoch noch zu früh.“
Gemeinsame Lösung als Ziel
Klar ist: Eine nachhaltige Lösung wird nur dann gelingen, wenn sie von der Bevölkerung mitgetragen wird. Der Prozess in Steinbach zeigt, dass die Gemeinde diesen Weg aktiv gehen will – mit dem Ziel, Nahversorgung und Lebensqualität langfristig zu sichern.


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