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Abschied von Pater Rupert Froschauer: Ein Leben für Stift, Schule und Seelsorge in der Region

Maya Lauren Matschek, 19.05.2026 10:51

KREMSMÜNSTER. Der Benediktinerpater und Historiker Pater Rupert Froschauer aus dem Stift Kremsmünster ist heute Früh, 18. Mai, im Alter von 75 Jahren verstorben. Der aus Wels stammende Ordensmann erlag im Klinikum Wels den schweren Verletzungen, die er bei einem Fahrradunfall in Kremsmünster erlitten hatte.

Pater Rupert Froschauer, Benediktiner von Kremsmünster und Konsistorialrat, ist im 76. Lebensjahr verstorben. (Foto: D. Rodemund)

Pater Rupert, mit bürgerlichem Namen Christian Froschauer, wurde am 11. September 1950 geboren. Nach der Matura am Stiftsgymnasium Kremsmünster trat er 1969 in das Benediktinerstift ein. Es folgten das Theologiestudium in Rom sowie 1974 die Priesterweihe. Seine Primiz feierte er in der Stadtpfarre Wels.

Lehrer am Gymnasium Kremsmünster

Neben seiner seelsorglichen Tätigkeit widmete sich Froschauer mit großer Leidenschaft der Wissenschaft. Nach Studien der Philosophie und Geschichte in Wien wirkte er jahrzehntelang als Lehrer am Stiftsgymnasium Kremsmünster sowie als Historiker und Archivar des Stiftes. Besonders intensiv beschäftigte er sich mit der Geschichte Oberösterreichs in der Zeit von Reformation, Gegenreformation und Bauernkrieg. Zahlreiche Publikationen und Vorträge zeugen von seinem umfassenden Wissen.

Seelsorger in mehreren Pfarren in der Region

Auch in mehreren Pfarren war Froschauer seelsorglich tätig – unter anderem in Kirchberg bei Kremsmünster, Schleißheim, Bad Hall, Pfarrkirchen sowie regelmäßig in Steinbach am Attersee. Dort wurde er als engagierter Priester und geschätzter Gesprächspartner erlebt.

Viele kannten ihn als tiefgründigen Denker, der mit pointierten Aussagen zum Nachdenken anregen wollte. Trotz gesundheitlicher Herausforderungen blieb er bis zuletzt aktiv. Seine große Leidenschaft galt dem Radfahren und Schwimmen, ebenso beschäftigte er sich intensiv mit biblischen Originaltexten in Hebräisch und Griechisch.

Totenwache und Begräbnisgottesdienst

Die Totenwache findet am Montag, 25. Mai, um 19 Uhr in der Stiftskirche Kremsmünster statt. Der Begräbnisgottesdienst wird am Dienstag, 26. Mai, um 14 Uhr in der Stiftskirche gefeiert. Anschließend erfolgt die Beisetzung im Klosterfriedhof des Stiftes Kremsmünster.


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