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BEZIRK KIRCHDORF. Sonnenbrand stellt eine der unangenehmen Nebener­scheinungen des Sommers dar. Experten, auch aus dem Bezirk Kirchdorf, sind sich darüber einig, dass jeder Sonnenbrand vermie­den werden sollte.

Die UV-Strahlung der Sonne kann die Haut schwer in Mitleidenschaft ziehen. Foto: wodicka
Die UV-Strahlung der Sonne kann die Haut schwer in Mitleidenschaft ziehen. Foto: wodicka

Da die schützende Ozonschicht, die die Erde wie eine Schutzhül­le umschließt, ständig abnimmt, kann die UV-Strahlung immer un­gehinderter bis auf die Erdoberflä­che durchdringen.

Eine Folge davon ist, dass das Risi­ko für einen Sonnenbrand ansteigt, wenn man sich der Sonne zusehr aussetzt.

Georg Wersching, Hautarzt in Kirchdorf, erklärt: „Wird die Haut einer zu hohen Bestrahlungsdo­sis von UVB-Licht ausgesetzt, kommt es zu einer Entzündungs­reaktion, die einer Verbrennung entspricht. Es werden vermehrt entzündliche Botenstoffe frei­gesetzt, die durch Erweiterung der Blutgefäße eine Rötung und Schwellung der Haut sowie Ju­cken und Brennen auslösen.“

Bei großflächi­gem Sonnen­brand können Fieber, Schwä­che, Kopf­schmerzen sowie Übelkeit als Folgeerscheinun­gen auftreten.

Risiko wird erhöht

Weitaus schwerwiegender ist aber die Erhöhung des Hautkrebsrisikos durch Sonnenschäden. Besonders Kinder sind hier gefährdet und vor Sonnenbränden unbedingt zu schützen. Wersching: „Die Son­nenbrände in der Kindheit werden als einer der wichtigsten Faktoren in der späteren Entwicklung eines Melanoms (“Schwarzer Haut­krebs“) angesehen. Alle Arten von Hautkrebs sind in sonnengeschä­digter Haut häufiger anzutreffen.“

Daneben finden sich aber auch die typischen Zeichen der UV- geschä­digten Haut wie Pigmentflecken (Altersflecken), erweiterte Äder­chen und Falten.

Der einfachste Weg Sonnenbrand zu vermeiden ist, sich keiner direk­ten Sonneneinstrahlung auszuset­zen. Das Braunwerden der Haut ist als eine Schutzreaktion der Haut auf zu viel Sonneneinstrahlung zu verstehen, wie Apothekerin Wal­traud Hackl von der Kräuterapo­theke Wartberg erklärt.

Haut kann sich nur bedingt schützen

„Unsere Haut kann sich in gerin­gem Maße selbst durch die Bil­dung von Melanin vor den UV-Strahlen schützen – sie wird braun. Dieser Schutz alleine ist aber nicht ausreichend. Kleidung, Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnencreme sind daher wichtige Maßnahmen, um uns vor UV-Strahlen zu schüt­zen“, so Hackl.

Sonnencremes sollten sowohl vor UV-A- als auch vor UV-B-Strah­len schützen, diese Produkte sind besonders gekennzeichnet. Wal­traud Hackl: „Die Sonnencreme sollte einen hohen Schutzfaktor haben und 30 Minuten vor dem Sonnenbaden ausreichend dick aufgetragen werden. Um einen op­timalen Schutz zu erhalten, muss mehrmals täglich nachgecremt werden.“

Sowohl der Dermatologe als auch die Apothekerin haben im Som­mer sehr häufig mit dem Thema Sonnenbrand zu tun. Wichtig ist beiden, dass die Gefahr einer Schädigung der Haut durch die Sonne nicht unterschätzt wird.


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