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BEZIRK KIRCHDORF. Die Urlaubssaison hat begonnen. Ob alpine Bergtouren, Sommerfrische am Alpensee oder ein familiärer Wanderurlaub in einer der vielen Traumgegenden Österreichs, den Sommerurlaub in der Heimat zu verbringen liegt coronabedingt klar im Trend. Doch Wanderunfälle, Zeckenbisse und Sonnenbrände können die Ferienlaune trüben.

Alleine in Oberösterreich kam es 2019 zu 604 Alpinunfällen. (Foto: ÖRK/Thomas Holly-Kellner)
Alleine in Oberösterreich kam es 2019 zu 604 Alpinunfällen. (Foto: ÖRK/Thomas Holly-Kellner)

Mit dem Auto zum Wandern ins Gebirge, einen Städtetrip per Zug in eine der neun Landeshauptstädte oder zur Sommerfrische aufs Land: Angesichts unsicherer Zeiten plant ein Großteil der Urlaubshungrigen ihre Ferien in Österreich zu verbringen. Trotzdem ist Vorsicht geboten: Laut dem „Österreichischem Kuratorium für Alpine Sicherheit“ kam es alleine in Oberösterreich im Vorjahr zu 604 Alpinunfällen, der Großteil passierte beim Wandern und Bergsteigen. Immer wieder spielt Übermüdung eine große Rolle und kann in vielen Fällen zu einem Kollaps führen. „Hervorgerufen wird dieser Zustand durch einen plötzlichen Blutdruckabfall und Sauerstoffmangel im Gehirn“ verrät Dieter Goppold, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Kirchdorf.

Erste Hilfe bei Sonnenstich

Wenn Urlauber zu viel Zeit in der prallen Sonne verbringen, ist ein Sonnenstich oft unvermeidbar. Typische Anzeichen sind Kopfweh, Übelkeit, ein hochroter Kopf, Fieber, Schwindel und Schüttelfrost. „Bei diesen Warnsignalen muss sofort gehandelt werden. Bringen Sie Betroffene in den kühlen Schatten. Wichtig ist, den Kopf und Oberkörper der Person erhöht zu lagern. Zur Kühlung am besten feuchte Tücher auf Stirn und Oberkörper legen. Wenn nach kurzer Zeit keine Besserung eintritt, unbedingt Hilfe holen“, erklärt Dieter Goppold. Eine Kopfbedeckung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr helfen, dass es erst gar nicht so weit kommt.

Hilfreiche Hausmittel

„Feuchte Tücher kühlen die betroffenen Stellen und lindern die Schmerzen. Neben Hausmittel wie Milch- oder Topfenwickel helfen auch feuchtigkeitsspendende Lotionen. Achten Sie auch darauf, ausreichend zu trinken“, empfiehlt Goppold. Eltern sollten besonders achtsam sein, da Kinderhaut empfindlicher ist: Sonnenbrände bei Babys und Kleinkindern soll auf jeden Fall ein Arzt untersuchen, unabhängig vom Schweregrad. Das gilt auch für Erwachsene, wenn Blasen auftreten. „Der Gang ins Solarium schützt nicht vor Sonnenbränden. Meiden Sie stattdessen die Sonne in den Mittagsstunden, suchen Sie Schatten und tragen Sie mehrmals täglich Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor auf“, so Goppold.


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