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STEINBACH AM ZIEHBERG. Das Tierparadies Schabenreith in Steinbach am Ziehberg kümmert sich seit kurzem um eine Taube mit Flügelfraktur, die Opfer des Hagelunwetters geworden war. 

Das Tierparadies Schabenreith nahm sich um die verletzte Taube an. (Foto: Tierparadies Schabenreith | Hofner)

„Lebewesen ist Lebewesen und jedes Leben ist wertvoll. Wir machen keinen Unterschied zwischen Tauben, Meerschweinchen, Hunden, Katzen, Ziegen oder Schweinen. Wir wollen uns gar nicht vorstellen, welche wahnsinnigen Schmerzen die offene Flügelfraktur mit herausstehendem Knochen verursacht hat“, sagt Tierheimleiterin Doris Hofner-Foltin. Nachdem die Finderin der Taube sich an das Tierparadies Schabenreith wandte, wurde das Tier von Tierärztin Ursula Kimberger-Dorninger in Kirchdorf an der Krems operiert. Derzeit wird in Steinbach am Ziehberg abgewartet, ob es die gefiederte Patientin schafft.

„Furchtbar, wie die friedlichen Geschöpfe als Ungeziefer behandelt werden“

Entgegen der verbreiteten Annahme sind Stadttauben keine Wildtiere, sondern Nachkommen der von Menschen gezüchteten Haustauben. „Tauben sind Körnerfresser, finden jedoch durch Fütterungsverbote nicht ausreichend Nahrung und nehmen alles an Abfall auf, was auf der Straße landet oder sterben einen langsamen Hungertod. Auf der Suche nach Futter sind die Vögel mehrere Stunden zu Fuß unterwegs. Dabei können sie sich in Schnüre, Fäden und Plastik verfangen. Stadttauben werden meist nicht älter als zwei Jahre, obwohl ihre natürliche Lebenserwartung bei 12-15 Jahren liegt“, informiert Doris Hofner-Foltin. Das Tierparadies Schabenreith nahm schon unzählige Tauben mit verkrüppelten Beinen und Verletzungen auf und versorgte verwaiste Jungtiere, deren Eltern zu Tode gekommen sind. „Es ist furchtbar, wie diese friedlichen Geschöpfe als Ungeziefer behandelt werden. Mit betreuten Taubenhäusern könnte der Bestand kontrolliert, eine artgerechte Fütterung und die Gesundheit der Tiere sichergestellt werden. Eier können durch Attrappen ausgetauscht und so die Population in Grenzen gehalten werden“, sagt Doris Hofner-Foltin.


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