Nußbach investiert in die Zukunft: Kindergarten wird umfassend erweitert
NUßBACH. In Nußbach wird der bestehende Kindergarten umfassend ausgebaut. Grund dafür ist vor allem der gestiegene Bedarf an Betreuungsplätzen. Im Tips-Interview erklärt Gebeshuber, was das für die Kinder und Eltern in der Region bedeutet.

Ortschef Gebeshuber nennt für den Zubau mehrere Gründe: „Der Platzmangel ergibt sich aus der positiven Entwicklung der Kinderzahlen.“ Zusätzlich hätten neue Wohnprojekte und Zuzug zu einem höheren Bedarf geführt. Auch die pädagogische Qualität des Kindergartens spiele eine Rolle: „Unser Kindergarten hat sich einen Namen gemacht – auch daraus entsteht Nachfrage.“
Zwei zusätzliche Gruppen geplant
Durch den Zu- und Umbau entstehen künftig zusätzliche Kapazitäten. Nach Fertigstellung wird der Kindergarten fünf Gruppen umfassen, dazu kommen zwei Krabbelstubengruppen, informiert der Ortschef. Bislang gab es vier Kindergartengruppen und nur eine Krabbelstube-Gruppe.
Geplant ist zudem, die bisher provisorisch in einem Container untergebrachte Krabbelstubengruppe in den neuen Gebäudeteil zu integrieren. Darüber hinaus werden Nebenräume erweitert sowie zusätzliche Flächen für Bewegung, Mittagessen und der Gartenbereich geschaffen.
Bauarbeiten starteten im Februar
Der Startschuss für das Projekt fiel im Februar 2026 mit der Versetzung eines Containers. Im März folgte die Umlegung von Kanal-, Wasser- und Stromleitungen. Diese Arbeiten gestalten sich laut Gemeinde aufgrund der tiefen Lage des Kanals sowie bislang unbekannter Leitungsführungen und instabiler Bodenverhältnisse als herausfordernd.
Parallel dazu wird der Bestand adaptiert – unter anderem durch den Einbau eines zusätzlichen Gruppenraums sowie Sanierungsmaßnahmen wie den Fenstertausch (März bis August 2026). Der eigentliche Zubau wird von April 2026 errichtet und soll bis Mai 2027 fertiggestellt werden. Die offizielle Eröffnung ist für Mai oder Juni 2027 geplant.
Betrieb bleibt aufrecht
Während der gesamten Bauphase bleibt der Kindergartenbetrieb bestehen. Zwei Gruppen müssen vorübergehend innerhalb des Gebäudes übersiedeln, um die Bauarbeiten zu ermöglichen. Ein neu geschaffener Gruppenraum soll bereits nach den Sommerferien genutzt werden können.
Größere Bauarbeiten im Bestand werden überwiegend in Ferienzeiten durchgeführt, wenn weniger Kinder betreut werden.
Baustelle als Teil des Kindergartenalltags
Auch pädagogisch wird die Baustelle genutzt: Die Kinder setzen sich verstärkt mit Handwerksberufen auseinander, helfen beim Übersiedeln „ihrer“ Spielsachen und bringen Ideen für die Gestaltung ihrer Gruppenräume ein.
Kosten und Finanzierung
Die genehmigten Errichtungskosten belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro brutto, insgesamt sind etwa vier Millionen Euro veranschlagt. Rund 15 Prozent werden durch Förderungen des Landes Oberösterreich abgedeckt, etwa 60 Prozent trägt die Gemeinde.
Da wesentliche Gewerke bereits ausgeschrieben wurden, wird das Risiko von Kostensteigerungen derzeit als gering eingeschätzt.
Einschränkungen im Umfeld
Während der Bauphase kommt es im Bereich des Kindergartens zu Einschränkungen. Parkplätze beim nördlichen Schuleingang werden für Baustellenfahrzeuge genutzt. „Es stehen im Ortszentrum im Nahbereich ausreichend Alternativen zur Verfügung“, informiert Gebeshuber. Zudem ist der Durchgang von der Schulstraße in den Styriaweg vorübergehend gesperrt. „Auch hier gibt es eine sichere Alternative am Gehsteig entlang der Hauptstraße“, sagt der Bürgermeister.
Information für Bürger und Eltern
Über den Fortschritt des Projekts wird in der Gemeindezeitung informiert. Eltern erhalten zusätzlich aktuelle Informationen durch Aussendungen des Kindergartens.
Bedeutung für die Zukunft
Für die Gemeinde hat das Projekt große Bedeutung: „Damit sichern wir die räumlichen Voraussetzungen für die Kinderbetreuung“, so Bürgermeister Gebeshuber. Auch der Zuzug wurde in die Planungen einbezogen.
Fortschritte sollen durch den Bau des neuen Gebäudes bereits ab Mitte 2026 sichtbar werden.


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