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Lebensgefährlicher Diebstahl an der Kampermauer: Bergrettung beklagt gestohlene Rettungsseile

Maya Lauren Matschek, 17.06.2026 11:49

WINDISCHGARSTEN. Ein Diebstahl an der Kampermauer am Hengstpaß sorgt derzeit bei der Bergrettung Windischgarsten für große Besorgnis. Wie die Einsatzorganisation mitteilt, wurden aus strategisch deponierten Rettungstonnen zwei spezielle Rettungsseile mit einer Länge von jeweils 250 Metern entwendet. Der Vorfall wurde bereits bei der Polizei angezeigt.

  1 / 4   Dass die Seile zum Bergen abgestürzter Personen fehlen, bemerkte die Bergrettung Windischgarsten bei einer gemeinsamen Übung mit der Ortsstelle Vorderstoder. (Foto: Evelyn Steiner)

Entdeckt wurde der Diebstahl am Samstag, 13. Juni, im Zuge einer gemeinsamen Bergeübung der Bergrettungs-Ortsstellen Windischgarsten und Vorderstoder. Die Einsatzkräfte trainierten dabei unter anderem die Bergung von verletzten oder blockierten Personen aus dem Extremklettersteig „Geiler Hengst“.

Rettungsseile sparen im Ernstfall wertvolle Zeit

An der Kampermauer sind aufgrund der anspruchsvollen Topografie verschiedene Rettungsszenarien möglich. Um im Ernstfall rasch reagieren zu können, hat die Bergrettung an den Ausstiegen mehrerer Kletterrouten wetterfeste Tonnen mit speziell abgestimmten Rettungsseilen deponiert. Die rund 20 Kilogramm schweren Seile ermöglichen es den Einsatzkräften, Personen über festgelegte Abseilpisten sicher ins Tal zu bringen.

Leere Tonnen an der „Super Diagonale“

Bei einer routinemäßigen Kontrolle stellten die Bergretter fest, dass die Tonnen im Bereich der Route „Super Diagonale“ leer waren. Gestohlen wurden zwei hochwertige Seile. Die Bergrettung muss diese nun ersetzen.

Fehlende Seile im Ernstfall ein „Horrorszenario“

Ortsstellenleiter Thomas Riesenhuber betont die Bedeutung des Materials für Rettungseinsätze: „Wir sind extrem froh, dass wir diesen Diebstahl jetzt im Zuge der Übung bemerkt haben. Im Ernstfall hätte uns hier ein absolutes Horrorszenario gedroht. Der Zeitverlust, der entsteht, wenn wir die passenden Seile erst mühsam nachbringen müssen, kann im schlimmsten Fall über Leben und Tod entscheiden.“

Die Bergrettung weist darauf hin, dass das Fehlen der Seile bei einem Einsatz erhebliche Verzögerungen verursachen könnte. Die Ermittlungen zum Diebstahl laufen.


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