Bürgermeister Wolfgang Veitz: "Für alle Kirchdorfer da sein"
KIRCHDORF. Im Tips-Interview spricht der wiedergewählte Kirchdorfer Bürgermeister Wolfgang Veitz (SPÖ) über nächste Projekte und Herausforderungen für die Stadtgemeinde.
Tips: Wie beurteilen Sie den Ausgang der Wahlen in Kirchdorf?
Wolfgang Veitz: Der Ausgang der Wahlen Ende September war für die SPÖ in Kirchdorf eher nicht so gut, denn wir haben zwei Mandate verloren. Wir hatten erwartet, dass wir die Mandatszahl halten können, was leider nicht passiert ist. Wir sind gerade dabei, die Gründe dafür zu analysieren. Ich denke, es werden ähnliche Gründe wie auch in den anderen Gemeinden in ganz Oberösterreich gewesen sein. Die Flüchtlingsproblematik rückte andere Themen wesentlich in den Hintergrund.
Tips: Haben Sie mit einem so klaren Ergebnis bei der Wahl zum Kirchdorfer Bürgermeister gerechnet (Anm.: 53,36 Prozent im ersten Wahlgang; Zweitplatzierter ÖVP: 18,38 Prozent)?
Veitz: In der Politik kann man mit gar nichts rechnen, daher hat es mich umso mehr gefreut, dass ich mit einem so klaren Ergebnis wiedergewählt wurde.
Tips: Worauf führen Sie die Zustimmung bei der Bürgermeisterwahl vor allem zurück?
Veitz: Ich denke, ich habe in den letzten sechs Jahren versucht, für alle Kirchdorfer und Kirchdorferinnen da zu sein. Ihre Wünsche, Nöte und Sorgen ernst zu nehmen und auch Lösungen darzubringen. Das werden ich auch in den nächsten Jahren so handhaben. Im Gemeinderat haben wir überdies das Miteinander und die Zusammenarbeit in den Vordergrund gestellt.
Tips: Welche Projekte sollen in den nächsten Jahren in Kirchdorf umgesetzt werden?
Veitz: Wir haben natürlich auch in den nächsten Jahren sehr viel vor. Standardmäßig sind Straßen- und Kanalsanierungen durchzuführen. Die Sanierung des Marktbaches ist hier sicherlich ein größeres Projekt. Ein großes Anliegen ist mir auch die Neu- und Umgestaltung des Pflichtschulzentrums. Hier wird am jetzigen Standort das Gebäude der Neuen Mittelschule 2 abgetragen, die Volksschule 1 wird saniert und eingebunden zwischen Neue Mittelschule 1 und Volksschule 2, sodass de facto eine Volksschule und eine Neue Mittelschule entstehen.
Tips: Welche Herausforderungen sehen Sie für Kirchdorf in den nächsten Jahren?
Veitz: Eine Herausforderung wird sicher die Verkehrssituation in Kirchdorf sein, insbesondere entlang der B138 und der Nebenstraßen. Eine weitere Herausforderung wird sein, Kirchdorf als Einkaufsstadt zu erhalten. Mit dem Kirchdorfer Stadtmarketing werden wir Maßnahmen setzen, um das Zentrum noch attraktiver zu machen. Insgesamt ist die größte Herausforderung, Kirchdorf so lebens- und liebenswert zu erhalten, wie es jetzt ist und dies so gut es geht noch auszubauen.
Tips: Welche größeren Veranstaltungen gibt es in Kirchdorf in nächster Zeit?
Veitz: Das Jubiläum der Berufsbildenden Schulen ist eines der großen Feste, die wir noch heuer begehen. Die Gedenksteinenthüllung am 15. November ist ebenfalls ein wichtiger Termin in den nächsten Wochen. Hier wird ein Gedenkstein für die Opfer des Todesmarsches durch den Bezirk in Kirchdorf enthüllt. In nächster Zeit finden natürlich auch einige Veranstaltungen im Jahreskreis statt.
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