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TRAUNVIERTEL/BEZIRK KIRCHDORF. Das „Traun4tler Alpenvorland“ und die Nationalpark Kalkalpen-Region wurden für die Periode 2014–2020 wieder als LEADER-Regionen anerkannt. Mehrere Regionalentwicklungs-Projekte sind bereits in der Umsetzung – neue Projekte können laufend eingereicht werden.

  1 / 6   Traunviertler Frühlingsidylle: die Regionszusammenhänge sollen im Rahmen von LEADER über Bezirksgrenzen hinweg berücksichtigt werden. Foto: Christian Schilcher

Der Bezirk Kirchdorf wurde auf zwei LEADER-Regionen aufgeteilt – die LEADER-Regionen „Traun4tler Alpenvorland“ (“nördliche“ Gemeinden) und Nationalpark Kalkalpen (“südliche“ Gemeinden). Die beiden „Bezirkshälften“ bilden mit weiteren Gemeinden angrenzender Bezirke jeweils eine LEADER-Region.

„Traun4tler Alpenvorland“ und Nationalpark Kalkalpen

Christian Schilcher, LEADER-Manager für das „Traun4tler Alpenvorland“, erklärt zur Regionsaufteilung: „Die Aufteilung der LEADER-Regionen geht über Bezirksgrenzen hinweg und folgt regionalen Zusammenhängen. Im „Traun4tler Alpenvorland“ sind das beispielsweise die spezifische Topographie, die Bedeutung der Landwirtschaft oder regionaler Lebensmittel. Diese Aufteilung macht aus Sicht der Regionalentwicklung Sinn.“

Förderbudget

Die Region Traunviertler Alpenvorland bekam für die Periode 2014–2020 ein Förderbudget von rund 2,5 Millionen Euro bewilligt. Für die LEADER-Region Nationalpark Kalkalpen sind es in der aktuellen Förderperiode 2,47 Millionen Euro. Ein Vielfaches der Summe des fixen Förderbudgets wird aber für Projekte, die mit LEADER in direktem oder indirektem Zusammenhang stehen, zusätzlich investiert.

Auswahl der Projekte

Die Auswahl von Förderprojekten erfolgt laut Christian Schilcher nach einem transparenten Verfahren. Gefördert werden nur Projekte, die in Bezug zur lokalen Entwicklungsstrategie stehen und den Förderrichtlinien entsprechen.

„Die lokale Entwicklungsstrategie wurde vom LEADER-Gremium in einem intensiven Beteiligungsprozesses entwickelt. Neu in der aktuellen Förderperiode ist auch, dass die Entscheidungskompetenz über die Projektförderung noch stärker in den Regionen selbst angesiedelt ist.“

Und auch der stellvertretende Obmann der LEADER-Region „Traun4tler Alpenvorland“ und Bürgermeister von Micheldorf, Ewald Lindinger, freut sich über die Neuerung: „Das Schöne an der aktuellen LEADER-Förderperiode ist, dass wir in der Region selbst entscheiden können, welche Projekte wir brauchen und fördern wollen.“

Entwicklungsstrategie

In der lokalen Entwicklungs-Strategie sind für die Region „Traun4tler Alpenvorland“ zentrale Aktionsfelder definiert. „Bei all diesen Aktionsfeldern geht es im Kern um den Menschen, das Individuum. Menschen sollen in ihrem Lebensumfeld gestärkt und befähigt werden, die Zukunft mitzugestalten“, so Christian Schilcher.

Beteiligung erwünscht

Projekte können von Privatpersonen, Initiativgruppen oder auch Gemeinden eingebracht werden. Nach der ersten Kontaktaufnahme mit dem LEADER-Büro wird ein Projektkonzept erstellt, über das dann nach bestimmten Kriterien entschieden wird. Wird das Konzept positiv beurteilt, folgt die Einreichung eines Förderantrags beim Land OÖ. Nach der Fördergenehmigung kann mit der Projektumsetzung begonnen werden.

Aktuelle Projekte

In der LEADER-Region „Traun4tler Alpenvorland“ gibt es in dieser Förderperiode bereits eine Reihe an Projekten, wie unter anderem: ein Integrationsprojekt mit dem Titel „Heimatsharing“, einen Bürgerbeteiligungsprozess zum „Rückhaltebecken Kremsauen“ und ein Projekt zum Thema „Radregion Steyr-Kirchdorf“.

Das Freie Radio B138 in Kirchdorf verwirklicht in der aktuellen LEADER-Förderperiode ein Projekt mit dem Titel „Stadt- Land-Flucht“, das sich mit der kulturellen und politischen Vernetzung mittels des Mediums Radio befasst. Ewald Lindinger hebt zwei Projekte für das Kremstal hervor: „Für uns im Kremstal sind vor allem die Bürgerbeteiligung zum Hochwasserschutz und das Projekt „Digitale Eisenstraßen-Infoplattform“ wichtig.“

In der LEADER-Region Nationalpark Kalkalpen werden in der aktuellen Förderperiode, koordiniert von LEADER-Manager Felix Fößleitner, unter anderem die Projekte Inszenierung Steyrtal Radweg, TRANS NATIONALPARK und Pyhrn Priel Trailogie umgesetzt.

Weitere Infos

www.leader-alpenvorland.at

www.leader-kalkalpen.at


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