Lehre bietet gute Aussichten
BEZIRK KIRCHDORF. Die Lehre ist für den Wirtschaftsstandort Bezirk Kirchdorf unverzichtbar. Etwa 1150 Jugendliche erlernen einen Beruf. Die Zukunftsaussichten sind laut WKO Kirchdorf besser denn je – denn die Lehrlinge sind die Fachkräfte der Zukunft.

„Gerade das Thema Lehrlinge ist eng mit der weiteren Entwicklung unseres Lebensraums verknüpft“, sagt WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller, „wenn es die Region nicht schafft, genügend Fachkräfte auszubilden, werden Unternehmen den Standort infrage stellen. Die Unternehmen brauchen gut ausgebildete und engagierte junge Leute für die Zukunft.“
Seit Jahren suchen Ausbildungsbetriebe nach Lehrlingen. Gab es früher nur bestimmte Branchen, die keine Lehrlinge bekommen, sind heute fast alle Branchen betroffen. „Jungen engagierten Jugendlichen, die über ein gutes Basiswissen beispielsweise in Mathematik verfügen, sich gut präsentieren und soziale Kompetenz zeigen, stehen viele Ausbildungswege offen“, erklärt Aitzetmüller.
Schwerpunkte
In den letzten Jahren hat sich im Bezirk der Schwerpunkt „Kunststoff- und Metallverarbeitung“ gebildet. Das spiegelt sich bei den Lehrberufen wider, wie die WKO Kirchdorf informiert. Etwa 250 Lehrlinge werden in Kunststoff- und Metalltechnikberufen im Bezirk ausgebildet. Der Einzelhandel im Gesamten bildet an die 100 Lehrlinge aus. Wird das Thema „Technik“ umfassend gesehen, so sind es zirka 540 Jugendliche, die diese Zukunftschance derzeit nutzen.
Während des Jahres können laut Statistik 20 bis 30 Lehrstellen nicht besetzt werden. „Diese Zahl wird ziemlich sicher höher sein, weil es Unternehmen gibt, die die offenen Stellen beim AMS nicht mehr melden“, sagt Klaus Aitzetmüller, der kürzlich auch mit dem Kirchdorfer Bezirksstellenausschuss und AMS-Regionalstellenleiterin Julia Bauer intensiv über das Thema diskutiert hat.
Fachkräfte-Mangel
Die Anforderungen haben sich verändert, aber auch das Image der Lehre wird laut WKO positiver. „Jugendliche sind stolz auf ihren zu erlernenden Beruf. Sie finden ihn cool“, so Aitzetmüller, „engagierte junge Leute können sich mit dem Lehrberuf eine tolle Zukunft „bauen“.“
An Fachkräften werde es in Zukunft noch mehr mangeln. Analysiert man die Zahl der Jugendlichen im Bezirk, gibt es zirka 600 mögliche Berufseinsteiger. Etwa 330 Starter benötigen die Unternehmen in der Region. Diese Lehrstellen können laut WKO nicht besetzt werden, obwohl die Anzahl der Jugendlichen im Bezirk höher ist. „Der Grund für diesen Umstand ist eindeutig: Viele erkennen den Zukunfts-trend „Lehre“ noch nicht“, ist sich der WKO-Obmann sicher.


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