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So sind regionale Qualitätsprodukte im Marken-Dschungel zu erkennen

Susanne Winter, MA, 04.05.2018 15:42

BEZIRK KIRCHDORF. Wie erkenne ich beim Einkauf, woher das Produkt kommt? Für Konsumenten ist es nicht so einfach, im Dschungel der unterschiedlichen Marken die regionalen Produkte in den Supermärkten zu erkennen. Tips gibt einen Überblick, welche Kennzeichen einen Hinweis auf die Qualität und Regionalität geben.

  1 / 2   Beispielfotos für ein regionales österreichisches Joghurt in verschiedenen Verpackungen: Ein Ziegenmilchjoghurt von Leeb Vital (r.) und die Eigenmarke „Ja natürlich“ (l.) der Biomilch Leeb GmbH mit Identitätskennzeichen AT 41906 EG.

Kirchdorf zeichnet sich durch eine vielfältige Landwirtschaft aus. Von Milch über Fleisch von Schweinen, Rindern, Geflügel und Wild sowie Fisch, bis zu Obst-, Gemüse- und Getreideprodukten – alles findet sich hier in der Region. „Besonders stolz sind wir Bauern auf unsere Lebensmittelvielfalt in unserer Region. Einige Bauern vermarkten ihre erzeugten Produkte direkt an den Konsumenten und haben eine hervorragende Produktqualität“, erzählt Bezirksbauernkammer-Obmann Franz Karlhuber.

Starke, innovative Partner

Viele Bauern aus der Region arbeiten mit Partnern zusammen, die diese Lebensmittel verarbeiten und in den Handel bringen. „Wir sind froh über unsere Verarbeitungsbetriebe in der Region“, sagt Karlhuber und betont: „In der Landwirtschaft sind wir auf starke und innovative Partner angewiesen.“ Betriebe wie Schlachthof Artmayr, Fleischhauerei Moser, Staudinger Nußbach und Kirchdorfer Fleischwaren sind einige der regionalen Partner im Fleischbereich. Gmundner Milch, Biomilch Leeb GmbH und Käserei Stift Schlierbach sind die regionalen Partner für milcherzeugende Betriebe. Diese Betriebe bringen die qualitativ hochwertig erzeugten Lebensmittel in den Handel.

Regionale Qualität erkennen

Für Konsumenten ist es nicht leicht, regionale Produkte im Geschäft zu erkennen. Viele Gütesiegel und Markennamen sind auf den Verpackungen der Produkte abgebildet. Alle Handelsketten haben Eigenmarken, unter denen Produkte vermarktet werden. Leider geben diese Eigenmarken oft nur Auskunft über den Handel, das enthaltene Produkt ist austauschbar. Es kann vorkommen, dass in einem Produkt einige Wochen lang regionale Lebensmittel abgefüllt sind, anschließend aber durch eine Marktänderung auch eine europäische Ware enthalten ist. Das ist für die Konsumenten sehr verwirrend. Eine gute Möglichkeit, regionale Produkte zu erkennen, ist es, auf die Herkunftskennzeichen zu achten. Das Identitätskennzeichen in Verbindung mit dem AMA-Gütesiegel oder der Biokennzeichnung mit der österreichischen Herkunftsangabe zeigt dem Konsumenten das Produkt aus der Region.

Herkunftskennzeichen

Beim rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel stammen die Rohstoffe zu 100 Prozent aus Österreich. Die Be- und Verarbeitung erfolgt im Land. Das gilt auch für verarbeitete Lebensmittel. Zutaten dürfen nur aus einem anderen Land stammen, wenn diese nicht in Österreich produziert werden können. Diese dürfen maximal ein Drittel des Produkts ausmachen.

Beim rot-weißen AMA-Biosiegel stammen alle landwirtschaftlichen Rohstoffe zu 100 Prozent aus Österreich. Das gilt auch für verarbeitete Lebensmittel. Nur wenn eine Bio-Zutat nicht in Österreich erzeugt wird, darf sie aus einem anderen Land stammen. Die Herkunft ist dann angegeben. Das schwarze AMA-Biosiegel garantiert biologische Rohstoffe und Qualität laut den AMA-Richtlinien. Es gibt keinen Nachweis über die Herkunft der Rohstoffe.

Das EU-Bio Logo gibt Auskunft über die Herkunft landwirtschaftlicher Rohstoffe des Produktes. Im gleichen Sichtfeld wie das Logo selbst muss der Kontrollstellencode und die Herkunft der landwirtschaftlichen Rohstoffe angegeben werden.

Identitätskennzeichen: Jeder Verarbeitungsbetrieb von tierischen Produkten ist mit einer Nummer als lebensmittelverarbeitendes Unternehmen registriert, diese ist auf der Verpackung angeführt.


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