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Warum Erdbeeren aus Oberösterreich besonders süß schmecken

Robert Hofer, 07.05.2026 13:45

KREMSMÜNSTER/OÖ. Heimische Erdbeeren stehen für vollen Geschmack, kurze Wege und sie sind ein klares Bekenntnis zu regionaler Landwirtschaft. Der Saisonauftakt wurde im Erdbeerland Hoffelner in Kremsmünster gefeiert.

Angelika und Andreas Hoffelner (Foto: Hoffelner)
Angelika und Andreas Hoffelner (Foto: Hoffelner)

Erdbeeren zählen zu den beliebtesten Früchten der Österreicher. In Oberösterreich werden Erdbeerflächen auf 280 Hektar von 110 bäuerlichen Familien bewirtschaftet.

Ein wesentlicher Teil der Ernte wird direkt ab Hof, über Selbstpflückfelder und regionale Verkaufsstände vermarktet. Bundesweit kommen etwa 30 Prozent der Erdbeeren aus Oberösterreich, der Pro-Kopf-Verbrauch pro Person liegt bei 3,5 Kilogramm. Etwa 4.000 der jährlich in Österreich geernteten 12.000 Tonnen Erdbeeren stammen aus Oberösterreich.

„Erdbeeren sind mehr als eine Frucht: Sie stehen für Sommer, Genuss und echte Nähe zur Landwirtschaft“, sagt Rosemarie Ferstl, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer OÖ. „Der Qualitätsvorteil oberösterreichischer Erdbeeren liegt vor allem im perfekten Erntezeitpunkt. Dank kurzer Transportwege können die Früchte vollreif geerntet werden, genau dann, wenn Aroma und Süße am höchsten sind. Importware hingegen muss oft unreifer gepflückt werden, um lange Transport- und Lagerzeiten zu überstehen.“

Gute Aussichten

Die Erdbeerernte bleibt stark witterungsabhängig. Dank gezielter Investitionen in Bewässerung, Frostschutz und robuste Sorten präsentieren sich die Bestände in Oberösterreich aktuell jedoch sehr gut. Für 2026 wird von einer stabilen Erntemenge bei sehr guter Fruchtqualität ausgegangen. Regionale Unterschiede abhängig vom Wetterverlauf sind aber immer möglich.

Bei der Familie Hoffelner in Kremsmünster hat die Saison bereits begonnen, Ende April die wurden die ersten süßen, vollreifen Früchte geerntet. 

Vor über 40 Jahren hat Willi Hoffelner als innovativer Jungbauer die Idee des „Erdbeerlandes“ nach Kremsmünster gebracht – und damit den Grundstein für einen der bekanntesten Beerenbetriebe Oberösterreichs gelegt.

Gemeinsam mit seiner Frau Susanne hat er sich über die Jahrzehnte ein umfassendes Fachwissen rund um den Beerenbau erworben und das Sortiment kontinuierlich erweitert.

Mitte der 1990er Jahre kam unter dem Namen „Hoffelner Landesprodukte“ zusätzlich ein Pflanzenhandel für Landwirte und Gärtner dazu. Seit 2006 bereichert der Hofladen in Kremsmünster mit hausgemachten Spezialitäten und Produkten regionaler Partnerbetriebe das Angebot.

Nächste Generation am Werk

Heute wird die Begeisterung für die Landwirtschaft und das wertvolle Fachwissen von der jungen Generation – Sohn und Betriebsführer Andreas Hoffelner mit seiner Frau Angelika – in die Zukunft getragen.

Das milde Klima der Kremsmünsterer Au verleiht den Hoffelner Früchten ihren unverwechselbaren Geschmack. Im Mittelpunkt stehen Erdbeeren – ergänzt um Himbeeren und weitere Kulturen. Für eine ausgewogene Fruchtfolge baut der Betrieb außerdem Getreide, Mais und Soja an.


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