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Darum hat die Lehre in Gastronomie und Tourismus im Bezirk Kirchdorf eine Zukunft

Online Redaktion, 30.10.2019 14:25

BEZIRK KIRCHDORF. Ein Blick auf die offenen Stellen im Bezirk Kirchdorf macht deutlich: Fachkräfte in Gastronomie und Tourismus werden dringend gesucht. Laut WKO haben gerade diese Berufe in unserer Region eine Zukunft.

Lehrling Jasmin Kerbl mit Angela und Stefan Sams (v. l.), Foto: WKO Kirchdorf
Lehrling Jasmin Kerbl mit Angela und Stefan Sams (v. l.), Foto: WKO Kirchdorf

Insgesamt 53 Jugendliche werden derzeit in Tourismusberufen im Bezirk Kirchdorf ausgebildet. Mit Ende September waren laut Arbeitsmarktservice (AMS) in diesem Bereich 95 Stellen offen. „Trotzdem gewinnen die Tourismusberufe im Bezirk wieder an Beliebtheit, weil es auch Vorteile gibt. Meistens werden diese jedoch weggelassen und nur die eventuelle Sonntagsarbeit stehen gelassen“, erklärt WKO-Bezirksstellenleiter Siegfried Pramhas und betont: „Es gibt eine klare Regelung, dass Lehrlinge nur jedes zweite Wochenende zu Ausbildungszwecken im Betrieb sind. Für die etwas andere Freizeitgestaltung sind Gastroberufe durchaus interessant.“ Wer in die Gastronomie geht, sollte ein Menschenfreund und flexibel sein.

„Touristische Berufe in unserer Region haben eine ganz besondere Zukunft“

Derzeit können es sich engagierte Jugendliche aussuchen, in welchem Betrieb sie starten wollen. „Die touristischen Berufe in unserer Region haben eine ganz besondere Zukunft“, so Pramhas. Beispielsweise könnten Produktionen in Billigländer abgesiedelt werden, dies sei in der Tourismuswirtschaft nicht möglich.

Jasmin Kerbl absolviert eine Lehre als Köchin

Insgesamt werden derzeit 21 Köche von Gastronomiebetrieben ausgebildet. Eine davon ist Jasmin Kerbl, die ihre Lehre im Gasthaus zum Schwarzen Grafen in Micheldorf absolviert. Durch das “Schnuppern“ in mehreren unterschiedlichen Betrieben entdeckte sie die Begeisterung fürs Kochen. Der Ausbildungsbetrieb „Schwarzer Graf“ in Micheldorf, in dem sie Schnuppertage absolvierte, bot für sie persönlich die besten Rahmenbedingungen.

Kreativität beim Anrichten der Speisen

„Es ist die Kreativität, die ich ausleben darf zum Beispiel beim Anrichten der Speisen. Die Mehlspeisen und das kreieren von Desserts machen mir derzeit besonders viel Spaß“, schwärmt Jasmin Kerbl, die derzeit im zweiten Lehrjahr ist. Chefin Angela Sams hat in ihren Lehrling vollstes Vertrauen. Während der Wildtage ist Jasmin Kerbl bereits für bestimmte Desserts voll verantwortlich. Was man in der Küche vom „Schwarzen Grafen in Micheldorf“ spürt ist eine Herzlichkeit, die dort während der Ausbildungszeit gelebt wird.

„Unverzichtbarer Beruf“

„Für die Wirtschaft, die Bevölkerung und die Gäste ist dieser Beruf unverzichtbar. Was passiert mit unserem Lebensraum, wenn es das Gasthaus mit den Köchen nicht mehr geben würde,“ regt WKO-Bezirksstellenleiter Siegfried Pramhas zum Nachdenken an.


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