Neues Kurzarbeitsmodell trifft im Bezirk Kirchdorf auf Zustimmung
BEZIRK KIRCHDORF. Das neue Kurzarbeitsmodell trifft auch bei Kirchdorfs Vertretern der Wirtschaftskammer und der Gewerkschaft auf positive Stimmen.

„Mit den beiden abgelaufenen Kurzarbeitsmodellen eins und zwei bis 30. September ist die bedrohliche Lage am Arbeitsmarkt noch lange nicht bewältigt“, betont Rudolf Diensthuber, Vorsitzender des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) der Region Kirchdorf. Darum gibt es ein neues Kurzarbeitsmodell, welches vor längerer Arbeitslosigkeit bewahren soll und Betrieben die Möglichkeit gibt, ihre Personalressourcen durch steuerliche Förderungen in Wartestellung zu halten. „Die Auftragssituation in den Unternehmen hat sich massiv verändert. Es gibt diesbezüglich in manchen Branchen beachtliche Schwankungen. Hier sichert die Kurzarbeit Arbeitsplätze“, erklärt Klaus Aitzetmüller, Kirchdorfs Wirtschaftskammer-Obmann.
Neues Modell ab 1. Oktober
„Bei der „Kurzarbeit neu“ sind die Rahmenbedingungen ab Oktober bis 31. März 2021 insofern verändert, als die Arbeitszeit zwischen 30 bis 80 Prozent liegen soll und die Entlohnung zwischen 80 und 90 Prozent. Das Unternehmen zahlt nur die tatsächlich geleisteten Stunden, der Rest wird aus Steuermitteln über das Arbeitsmarktservice ergänzt. Dies sollte vor allem unserer südlichen Tourismusregion über eine allfällige unausgelastete Wintersaison hinweghelfen und einigermaßen Planungssicherheit verschaffen“, erklärt Rudolf Diensthuber. „Die Kurzarbeit hat für den Wirtschaftsstandort „Bezirk Kirchdorf“ wesentliche Bedeutung“, betont auch Siegfried Pramhas, Kirchdorfs Wirtschaftskammer-Bezirksstellenleiter. „Die Hoffnung, dass möglichst wenige Betriebe die neue Kurzarbeitsphase beanspruchen müssen, wäre natürlich für alle das beste Szenario“, sagt Klaus Aitzetmüller.


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