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Neue Studie zur geplanten Skigebietsanbindung in Vorderstoder in Auftrag gegeben

Sophie Kepplinger, BA, 09.09.2020 08:23

VORDERSTODER. Die im August von der Gemeinde Vorderstoder vorgelegten Pläne zur Errichtung eines neuen Skigebiets in Vorderstoder durch die Verbindung mit dem bestehenden Skiort Hinterstoder haben eine breite überparteiliche Bürgerbewegung gegen das Projekt entstehen lassen. Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Die Grünen) machte sich im Rahmen eines Besuchs ein Bild von den geplanten Lifttrassen und dem Ausmaß des Eingriffes in die Natur. 

  1 / 2   Klima-Landesrat Stefan Kaineder mit Gegnern des geplanten Skigebiets in Vorderstoder (Foto: Land OÖ)

Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Die Grünen) nutze auch die Gelegenheit, um die Argumente der beiden Bürgermeister von Vorder- und Hinterstoder zu hören. Streitpukt an dem Projekt ist nicht nur der Eingriff in die Natur, sondern auch, ob das Projekt aufgrund des immer schneller voranschreitenden Klimawandels wirtschaftlich überhaupt noch sinnvoll sein kann. Aktuell beträgt der Temperaturanstieg seit Mitte des 19. Jahrhunderts mehr als zwei Grad Celsius. Die Wissenschaft geht von einer enormen Beschleunigung dieses Anstiegs bis 2050 um weitere zwei Grad Celsius aus. Daher wird der Winterniederschlag in mittleren und tiefen Lagen immer häufiger in Form von Regen fallen.

Rund vierzig Hektar Wald benötigt

„Wir müssen uns die Frage stellen, wie sinnvoll ein Skigebiet in einer Höhenlage zwischen 750 und 1200 Metern ist, wenn man bedenkt, dass die Klimaerwärmung weiter voranschreiten wird. Ich bin in Kirchschlag bei Linz aufgewachsen, dort lernen viele Oberösterreicher auf 900 Metern das Skifahren. In meiner Kindheit vor 25 Jahren gab es dort elf Skilifte. Heute gibt es nur mehr drei“, erzählt Klima-Landesrat Stefan Kaineder: „Diese brauchen eine energieintensive Beschneiungsanlage, um überhaupt einen Skibetrieb zu ermöglichen. Der geplanten Skischaukel in Vorderstoder würden rund vierzig Hektar Wald zum Opfer fallen und ein bedeutender und wunderschöner Naturraum würde zerschnitten. Das heißt, es muss genau geprüft werden, ob man Steuergeld in eine Skigebietserweiterung in diesen Höhenlagen investieren soll. Daher habe ich eine aktuelle Studie mit den neuesten Daten zur Entwicklung der Winterniederschläge und Schneefallgrenze im betroffenen Gebiet in Auftrag gegeben.“


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