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Bauernbund stellt sieben Kandidaten aus dem Bezirk Kirchdorf für die Landwirtschaftskammer-Wahl

Susanne Winter, MA, 11.01.2021 18:49

BEZIRK KIRCHDORF. Am Sonntag, 24. Jänner, wählen 129.178 wahlberechtigte Bauern sowie Grundeigentümer 35 Mitglieder der Landwirtschaftskammer-Vollversammlung. Der Bauernbund Bezirk Kirchdorf stellt sieben Kandidaten.

Regina Reiter (Foto: privat)
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Das Wahlergebnis entscheidet auf Ortsebene über die Zusammensetzung von 424 Ortsbauernausschüssen, in denen insgesamt 3.236 Mandate zu vergeben sind. Die Wahl fällt bedingt durch die Corona-Pandemie in sehr herausfordernde Zeiten. „Gerade diese Situation im vergangenen Jahr hat deutlich gemacht, wie notwendig eine stabile und sichere Vertretung für uns Bauern ist“, betont Bauernbund-Bezirksobmann Andreas Ehrenhuber: „Für uns ist es selbstverständlich, dass die Landwirtschaft systemrelevant ist. In der politischen Praxis reicht dieses Wissen aber nicht. Da braucht es bäuerliche Vertreter in den zuständigen Gremien, die für die Bauern verhandeln und Überzeugungsarbeit leisten. Das, und vieles mehr, ist dem Bauernbund im vergangenen Jahr gelungen.“

Themen und Anliegen auf Augenhöhe einbringen, verhandeln und durchsetzen

„Wir stellen nicht nur in allen Orten, sondern auch auf Landesebene die besten Kandidaten für die Landwirtschaftskammerwahl auf“, ist Ehrenhuber überzeugt und betont: „Nur, wenn wir in den Gremien vertreten sind, können wir unsere Themen und Anliegen auch auf Augenhöhe einbringen, verhandeln und durchsetzen, denn in einer Demokratie braucht es Mehrheiten.“

Das sind die sieben Kandidaten aus dem Bezirk Kirchdorf

Mit Sabine Herndl, Christoph Ebner, Regina Reiter, Peter Karlhuber, Günter Huemer, Stefan Lindinger und Andreas Ehrenhuber als Kandidaten sind innovative und erfahrene Bauern aus dem Bezirk Kirchdorf auf der insgesamt 93 Personen umfassenden Landesliste „OÖ. Bauernbund – Team Langer-Weninger“ für das Bauernparlament aufgestellt. „Diese Vielfalt ist auch ein positives Zeichen für die bäuerliche Zukunft, denn wir brauchen in der Landwirtschaft Mutmacher und keine Miesmacher“, betont Ehrenhuber.

Auf Listenplatz 13 kandidiert Bezirksbäuerin Sabine Herndl

„Das Pferd ist einfach mein Vieh“, sagt Sabine Herndl aus Klaus und hat deshalb auf ihrem Betrieb von Mutterkühen auf Pferdeeinsteller umgesattelt. So entschlossen wie sie diese Entscheidung gefällt hat, will sie sich künftig auch als Kammerrätin für die Bauern einsetzen. Spaß und Freude sind dabei – egal ob in der Landwirtschaft oder in der Politik – ihre Leitpflöcke. „Denn dann“, so sagt die 40-jährige Bezirksbäuerin, “ist die Hälfte der Arbeit geschehen.“ Ein Thema ist ihr besonders wichtig: das Miteinander zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. Und dazu gehört auch der Respekt vor Grund, Boden und Eigentum, also vor dem, was den Landwirten gehört.

Christoph Ebner kandidiert auf Listeplatz 28

Das Gefühl fürs „Bauersein“ hat man oder hat man nicht, findet Christoph Ebner aus Steinbach an der Steyr. Der 26-Jährige hat es jedenfalls, denn wie könnte er sonst sagen: „Stallgehen ist für mich wie Urlaub.“ Bei seinen Milchkühen, die 2015 wieder am Hof eingezogen sind, kommt er zur Ruhe. Energisch wird er, wenn es um die bäuerlichen Anliegen geht – für die kämpft er als Jungbauernbezirksobmann und Bauernbundobmann seiner Gemeinde. Ganz konkret für seine Branche sieht er momentan die NEC-Richtlinie als große Herausforderung. „Wir geben eh schon unser Bestes“, sagt er, „aber es können nicht immer wir Bauern schuld an allem – in dem Fall an den Emissionen – sein.“

Listenplatz 35 nimmt Regina Reiter ein

Regina Reiter aus Spital am Pyhrn liebt ihre Kühe. Sie wollte nie etwas anderes als Bäuerin werden. Im Sommer geht es für sie mehrmals wöchentlich auf die Alm: „Was anderen Menschen Freizeitbeschäftigung ist, ist für uns der Job“, schwärmt sie von ihrem Leben, das Beruf und Familie optimalerweise verbindet. „Allerdings“, sagt die 38-Jährige, „darf man die Sache mit den Betriebsgrößen nicht übersehen. Der Betrieb darf zu keiner Überlastung werden.“ Es braucht also einen entsprechenden Produktpreis, der nicht nur dem Konto guttut, sondern auch der Seele – sprich Wertschätzung ausdrückt. Dafür macht sich die Ortsbäuerin stark – denn den Mund zu halten, wo etwas gesagt werden muss, fällt ihr schwer.

Hier gehts zum Wahlprogramm des Bauernbundes.


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